Die »Autoroute A 1« im Bereich der Ausfahrt Villepinte im Norden von Paris ist der Bauwelt bestens bekannt – hier findet alle 3 Jahre die Fachmesse Intermat statt. Jetzt waren hier wieder Baumaschinen zu sehen, allerdings nicht zu Ausstellungszwecken, sondern im Einsatz. Die A 1, eine der meist befahrenen Autobahnen Europas, wurde auf einem 7 km langen Abschnitt von 3 auf 4 Spuren verbreitert. Den Einbau der neuen Fahrbahndecke über die komplette Fahrbahn übernahmen 4 SUPER Fertiger.
Die A 1 verbindet Paris mit Großbritannien, den Benelux-Ländern und dem Norden Europas. Es ist eine Strecke, über die gigantische Verkehrsströme fließen. Tag für Tag passieren mehr als 200.000 Fahrzeuge die Autobahn, darunter rund 40.000 schwere Lkw.
Starker Schichtenaufbau
Um den Verkehr der 12-Millionen-Stadt Paris möglichst im Fluss zu halten, wurde die Fahrbahn auf einem etwa 7 km langen Abschnitt 4-spurig ausgebaut und die Ausfahrten von 1 auf 2 Spuren verbreitert. Für welch immense Belastungen die A 1 ausgelegt wurde, zeigt der fast 90 cm dicke Aufbau der neuen rechten Fahrspur. Den Unterbau bildet eine 30 cm dicke, hydraulisch gebundene Tragschicht. Darüber liegen 2 Schichten aus Beton mit einer Gesamtdicke von 52 cm. Den Abschluss bildet eine 2,5 cm dicke Schicht aus Splittmastixasphalt 0/6 und eine 2,5 cm dicke Schicht Asphaltbeton 0/10.
Einsatz auf der A1
Die abschließende Deckschicht stellte das französische Bauunternehmen Appia über die gesamte Breite der beiden Richtungsfahrbahnen her. 4 SUPER Fertiger waren dafür im Einsatz: 1 SUPER 1800, 2 SUPER 1800-1 und 1 nagelneuer SUPER 2100-2. Die Fertiger nahmen ihre Arbeit auf, nachdem die Tragschicht und die Betonschichten der neuen, 4. Fahrspur komplett aufgebaut waren. Auf diese 15,5 m breite Fahrbahn baute das Einbauteam dann die beiden oberen Asphaltschichten jeweils in 9 Nachtschichten pro Fahrtrichtung ein.
Nachtschicht für die SUPER Fertiger
Es musste nachts gearbeitet werden, weil eine Sperrung der Autobahn bei Tag auf diesem wichtigen Abschnitt rund um die französische Hauptstadt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und kilometerlangen Staus geführt hätte. Der Startschuss für den Asphalteinbau fiel stets um 22 Uhr. Bis in die frühen Morgenstunden arbeiteten die 4 SUPER Fertiger. Die Vorhut der VÖGELE Flotte bildete dabei der SUPER 2100-2 mit dem Bedienkonzept ErgoPlus.
Keine Zeit für Einbaustopps
Bei einem derart knappen Zeitfenster sind Stopps oder Verzögerungen auf jeden Fall zu vermeiden. Entscheidend ist deshalb neben der Baustellenlogistik die Maschinentechnik. Das Bauunternehmen Appia vertraute auf Technologie von VÖGELE, weil man aus Erfahrung die Zuverlässigkeit der Asphaltfertiger kannte. Das Vertrauen hat sich ausgezahlt: An jedem einzelnen Morgen konnte die »Autoroute A 1« rechtzeitig zur Rush-Hour wieder dem Verkehr übergeben werden – nachdem die dünne Asphaltschicht abgekühlt und der Autobahnabschnitt mit Fahrbahnmarkierungen versehen worden war. Die 4 SUPER Fertiger kamen auf der A 1 mit einer Geschwindigkeit von 6 m/min zügig voran. Insgesamt bauten die 4 Einbauteams von Appia pro Nacht Asphalt auf 1,5 km Länge in einer durchschnittlichen Breite von 15,5 m ein. Nach 9 Nächten floss der Verkehr in diesem Streckenabschnitt wieder Tag und Nacht. Inzwischen auf 4 Spuren und mit einer Fahrbahndecke, die Lkw und Pkw besten Fahrkomfort bietet.
Baustellendaten:
Sanierung und Verbreiterung der Autobahn A 1 bei Paris
Länge der Baumaßnahme: 7 km
Breite: 15,5 m pro Richtungsfahrbahn
Maschineneinsatz:
1 SUPER 1800,
2 SUPER 1800-1 und
1 SUPER 2100-2
Einbaudaten und -material:
Einbaustärke: 2,5 cm pro Asphaltschicht
Einbaugeschwindigkeit: 6 m/min
Binderschicht: Splittmastixasphalt 0/6
Deckschicht: Asphaltbeton 0/10
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
JOSEPH VÖGELE AG
Roland Schug / Martin Hilken
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