Nahtlose Autobahnsanierung über eine Breite von 12 m

Einbau mit dem SUPER 2100-2 und der Einbaubohle SB 250 TP1 auf der A 61.

Gerade bei großen Arbeitsbreiten steigert die Kombination mit dem Beschicker MT 1000-1 die Tagesleistung und die Qualität der Fahrbahndecke erheblich, denn der Beschicker entkoppelt die Mischgutzufuhr zum Fertiger vom Lkw-Antransport und ermöglicht einen kontinuierlich hohen Materialfluss. Dies geschieht völlig berührungsfrei und ohne anzudocken. Dadurch liefert der Fertiger nahtlos gleichmäßige Einbauergebnisse.

Das VÖGELE Bedienkonzept ErgoPlus® sorgt für bestmögliche Übersicht und macht die Arbeit besonders anwenderfreundlich.

Bei der Sanierung der A 61 arbeiteten der VÖGELE Fertiger und die Walzen von HAMM im Team.


Baustellendaten

Komplettsanierung eines Teilstücks der A 61 bei Bornheim, Rheinland-Pfalz


Länge der Baumaßnahme: 5.000 m


Einbaudaten

Einbaubreite: 12 m

Einbaudicke:

Tragschicht 18 – 34 cm

Binderschicht 8,5 cm


Einbaumaterial

Tragschicht: 26.000 t

Tragschichtmischgut (0/32)

Binderschicht: 12.000 t

Binderschichtmischgut (0/16)

Deckschicht: Gussasphalt


Maschineneinsatz

Beschicker MT 1000-1

SUPER 2100-2 mit der

Einbaubohle SB 250 TP1

HAMM Walzen der Typen
DV 90, DV 85, HD 90,
HD+ 140 und GRW

Einbau mit dem SUPER 2100-2 und der Einbaubohle SB 250 TP1 auf der A 61

Bei der Komplettsanierung eines 5 km langen Abschnitts der Autobahn A 61 in Rheinland-Pfalz stellte ein SUPER 2100-2 die zwei neuen Fahrspuren inklusive Standstreifen in einem Arbeitsgang in nahtloser Bauweise her. Schließlich muss die Fernstraße mit einem hohen Lkw-Aufkommen große Lasten schultern. Bei dem 12-m-Einbau arbeitete die Mannschaft der Wilhelm Faber GmbH & Co. Bauunternehmung KG deshalb mit einer Standardbohle SB 250 TP1, die große Vorverdichtungsleistungen auch über die volle Breite erzielen kann. Dafür sorgt die einzigartige VÖGELE Hochverdichtungs-technologie.


Die A 61 ist die westlichste Autobahnverbindung des süddeutschen Raums mit den Niederlanden und Belgien. Die Autobahn beginnt am Dreieck Hockenheim, wo auch die gleichnamige Formel 1-Strecke beheimatet ist. In den Niederlanden wird sie als A 74 weitergeführt. Diese internationale Anbindung sorgt für einen hohen Anteil an Schwerlastverkehr. Auf mehreren Abschnitten der A 61 wurden Sanierungsarbeiten ausgeschrieben. Einer dieser Abschnitte begann nahe der Anschlussstelle Bornheim im Landkreis Alzey-Worms und war 5 km lang. Hier galt es, eine 18 bis 34 cm dicke Tragschicht aus Tragschichtmischgut (0/32) und eine 8,5 cm dicke Binderschicht aus Binderschichtmischgut (0/16) einzubauen. Für diese strukturelle Erneuerung, die lediglich in Fahrtrichtung Koblenz ausgeführt wurde, hatte das Bauunternehmen Faber den Zuschlag bekommen.


Nahtloser Einbau über die volle Breite


Um größtmögliche Qualität zu erreichen, sollten die beiden neuen Fahrspuren der A 61 und der Standstreifen nahtlos hergestellt werden. Angesichts der großen Arbeitsbreite von 12 m empfahl sich der Einsatz eines SUPER 2100-2 in Kombination mit der Bohle SB 250. Bei einer Grundbreite von 2,5 m lässt sie sich sowohl mit starren Verbreiterungsteilen als auch mit hydraulischen Ausziehanbauteilen auf eine maximale Einbaubreite von 13 m erweitern. Dabei bleibt die hohe Steifigkeit des gesamten Bohlensystems immer gewährleistet. Den daraus resultierenden Hauptvorteil – hervorragende Ebenheit in Querrichtung auch bei großen Arbeitsbreiten – konnte die Standardbohle somit voll zur Geltung bringen. Eine weitere Stärke der SB 250 ist ihre hohe Verdichtungsleistung. Diese war für das Gelingen auf der A 61 ebenfalls wichtig, damit die neuen Fahrspuren der hohen Verkehrsbelastung künftig standhalten werden. Deshalb setzte Faber die Bohle in der Version TP1 ein, also neben dem Tamper zusätzlich mit einer Pressleiste versehen.


Einsatz der VÖGELE Hochverdichtungstechnologie


Das impulshydraulisch beaufschlagte Pressleistensystem ist eine Besonderheit der VÖGELE Bohlentechnologie. Damit lassen sich höchste Vorverdichtungswerte erzielen. Beim Einbau drückt die Pressleiste das Material so weit nach unten, bis sich das Mischgut nicht weiter zusammenpressen – also verdichten – lässt. Es stellt sich ein Kräftegleichgewicht zwischen Pressleiste und dem verdichteten Material ein. So lässt sich nicht nur ein Höchstmaß an Profilgenauigkeit und Ebenheit erreichen, sondern auch besonders wirtschaftlich einbauen.


Einbauteam von der Standardbohle überzeugt


„Wir haben schon mal mit einer Standardbohle von VÖGELE gearbeitet“, sagte Michael Weirich, Oberbauleiter von Faber. „Deshalb wussten wir, wie gut alles funktioniert. Die Profilgenauigkeit und die Verdichtungsleistung waren vom ersten Meter an vorbildlich. Der nahtlose Einbau in der großen Arbeitsbreite lief deshalb sehr entspannt ab.“


SUPER 2100-2 operiert im ECO-Mode


Trotz der großen Arbeitsbreite konnte der Raupenfertiger die meiste Zeit über im ECO-Mode einbauen. In dieser Betriebsart senkt der flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Dieselmotor auf Knopfdruck an der ErgoPlus® Fahrer-Bedienkonsole seine Leistung von 182 kW auf 169 kW und arbeitet besonders geräuscharm. Dass dies möglich war, zeugt von der großen Leistungsstärke des SUPER 2100-2. Das Maschinenkonzept dieses hochmodernen Fertigers ist so ausgelegt, dass er auch größte Baumaßnahmen souverän und wirtschaftlich bewältigt. Mit maximaler Einbaubreite von bis zu 13 m ist er der ideale Großfertiger für den nahtlosen Bau von Autobahnen, Flugplätzen oder großen Verkehrsflächen.


Einbau auf die alte Betonfahrbahn


Die neuen Asphaltschichten wurden teilweise auf eine bestehende Betonfahrbahn, teilweise auf eine hydraulisch gebundene Tragschicht eingebaut. Die Tragschicht stellte der SUPER 2100-2 in einer variierenden Schichtdicke von 18 bis 34 cm her. Insgesamt 26.000 t Mischgut waren dafür notwendig. Beim Einbau kam die VÖGELE Maschine mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 4 m/min gut voran. Die Binderschicht wurde in einer Stärke von 8,5 cm gefertigt. Mit einem Vortrieb von 5,5 m/min baute der Raupenfertiger 12.000 t des Binderschicht-Mischguts ein. Für die Nivellierung setzte das Einbauteam zwei Ultraschall-Multi-Sensoren ein, die einen Leitdraht abtasteten und ihre Messwerte an die VÖGELE Nivellierautomatik NIVELTRONIC Plus® übermittelten. Die Deckschicht des 5 km langen Autobahnabschnitts wurde aus Gussasphalt hergestellt.


Flotte aus HAMM Walzen verdichtet


Eine Flotte aus mehreren HAMM Walzen besorgte die Endverdichtung. Schwergewichte der Typen DV 90, DV 85, HD 90, HD+ 140 sowie Gummiradwalzen verdichteten das Asphaltpaket bis zum geforderten Verdichtungsgrad. Geradezu Begeisterung löste die HD+ 140, das neue 14 t schwere Flaggschiff von HAMM, aus: „Diese Walze schafft für zwei!“, sagte Oberbauleiter Weirich.