Der Raupenfertiger SUPER 1800-2 wird über die Standardversion hinaus in unterschiedlichen Varianten für spezielle anwendungstechnische Gebiete angeboten. Erweitert man den konventionellen Fertiger um das SprayJet Modul erhält man einen hochmodernen Sprühfertiger, der das Aufsprühen von Bitumenemulsionen sowie das Einbauen der Asphalt-Deckschicht nahezu zeitgleich in einem Arbeitsgang ermöglicht.
Mit dem SUPER 1800-2 mit SprayJet Modul bietet VÖGELE einen Sprühfertiger an, der auch ideal für den Heißeinbau von Dünnschichten auf Versiegelung (DSH-V) ist. DSH-V ist eine kostengünstige Asphaltbauweise zur Deckschichtsanierung. Hierbei wird der zu überbauende Belag mit polymermodifizierter Bitumenemulsion vom Typ C 60BP1-S angesprüht und anschließend dünne Asphaltschichten von 2 bis 4 cm Stärke durch den Sprühfertiger aufgebracht.
Auch für nicht spezialisierte Straßenbauunternehmen ist dieser Fertiger überall da eine wirtschaftliche und saubere Alternative, wo Straßen aller Bauklassen mit einem perfekten Schichtenverbund durch Aufbringen von Bitumenemulsion hergestellt werden sollen. Die modulare Bauweise des SUPER 1800-2 ermöglicht eine Montage bzw. Demontage des Sprühmoduls binnen 6 Stunden. Damit kann der Fertiger jederzeit als Sprühfertiger oder aber auch als klassischer Straßenfertiger verwendet werden, wenn für einen längeren Zeitraum keine Sprüharbeiten anstehen.
Gleichmäßiger Emulsionsauftrag für unterschiedliche Unterlagen
Ein besonders großer Vorteil des VÖGELE Sprühfertigers ist die Möglichkeit, die Dosierung der Bitumenemulsion in Abhängigkeit der Unterlage exakt variieren zu können.
So fordert beispielsweise die ZTV Asphalt (Deutsche Norm für den Bau von Verkehrsflächenbefestigungen aus Asphalt) in den Bauklassen SV, I – III einen Bitumenemulsionsauftrag für das Besprühen auf einer Asphaltbinderschicht zwischen 250 und 500 Gramm pro Quadratmeter um einen ausreichenden Schichtenverbund herzustellen. Je nachdem ob der zu besprühende Belag abgefräst oder beispielsweise sehr offenporig ist. In anderen Ländern und bei bestimmten Anwendungen werden Sprühmengen mit teilweise deutlich mehr als 1.000 Gramm pro Quadratmeter gefordert.
Die innovative Sprühtechnik des SUPER 1800-2 SprayJet wird dieser Anforderung jederzeit gerecht. So kann durch Einstellung am Display des Sprühmoduls eine Emulsionsmenge zwischen 200 Gramm und 1.600 Gramm pro Quadratmeter ausgewählt werden. Um die gewünschte Sprühmenge feindosiert auf die jeweilige Unterlage zu bringen, bietet VÖGELE drei verschiedene Sprühdüsensätze für unterschiedlich großen Bitumendurchsatz an.
Die Sprühtechnik des SUPER 1800-2 mit SprayJet Modul
Der VÖGELE SprayJet ist mit Sprühbreiten von 5 m und 6 m verfügbar. In beiden Varianten ist er mit fünf Sprühbalken ausgestattet. Der vordere Sprühbalken besitzt sechs Sprühdüsen. Er ist unmittelbar hinter dem Abdruckbalken zwischen den Raupenfahrwerken platziert. Rechts und links sind jeweils zwei bewegliche Sprühbalken angebracht. Die Länge dieser Balken und somit auch die Anzahl der Sprühdüsen ist abhängig von der maximalen Sprühbreite des Moduls. In der 5-m-Variante hat jeder Balken 5 Düsen, bei den etwas längeren Sprühbalken der 6-m-Version sind es 7 Düsen je Seite. Direkt hinter den Kettenlaufwerken ist jeweils ein kurzer Balken mit je zwei Düsen angebracht. Diese Anordnung der Sprühbalken ermöglicht einen lückenlosen Emulsionsauftrag auch bei wechselnden Arbeitsbreiten.
Ähnlich der Funktionsweise eines Tintenstrahldruckers sprühen beim VÖGELE SprayJet die Düsen nicht kontinuierlich, sondern im Impulsbetrieb. Die Sprühimpulse werden abhängig von der eingestellten Emulsionsmenge, der Einbaugeschwindigkeit und der Einbaubreite automatisch gesteuert. So wird ein gleichmäßiger, flächendeckender Emulsionsfilm ohne Überlappungen aufgetragen.
Sauberes Sprühen von Emulsionen im kommunalen Bereich
Mit dem VÖGELE Verfahren wird auch die Sprühfahnenbildung erheblich reduziert, da zum einen mit einem sehr geringen Sprühdruck von maximal 3 bar und zum anderen mit größeren Tropfen gearbeitet wird. Die Sprühtechnik des VÖGELE SprayJet ist damit auch für die Baustellenmannschaft von großem Vorteil, da Emulsionsdämpfe auf ein Minimum reduziert werden.
Insbesondere im kommunalen Straßenbau stellt die VÖGELE Sprühtechnik seine Vorzüge unter Beweis. Die exakt zu dosierende Emulsionsmenge, das individuelle Zu- und Abschalten von Sprühdüsen und das feingesteuerte Sprühbild erlauben den sauberen Einsatz entlang von Bordsteinen, ohne diese mit Emulsion zu verschmutzen. Da die Emulsion beim SUPER 1800-2 SprayJet direkt mit Asphalt überbaut wird, kann zudem der Emulsionsfilm nicht durch kreuzende Baustellenfahrzeuge zerstört und umliegende Verkehrsflächen verschmutzt werden.
VÖGELE Ausziehbohlen für perfekte Einbauqualität
Als Einbaubohlen stehen für den SUPER 1800-2 mit SprayJet Modul die Ausziehbohlen AB 500-2 und AB 600-2 zur Verfügung. Mit beiden Bohlen lassen sich Arbeitsbreiten bis zu 6 m erzielen. Die AB 600-2 besitzt eine Grundbreite von 3 m und kann hydraulisch bis auf 6 m ausgefahren werden. Die AB 500-2 wird für den 6-m-Einsatz zusätzlich mit 75 cm breiten Verbreiterungen ausgestattet. Beide Bohlen sind erhältlich in der Version TV (Tamper und Vibration) sowie in der Hochverdichtungsversion TP1 (Tamper und eine Pressleiste.)
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