Die schnellste Runde der Türkei

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Keine Probleme mit der 5378 m langen Strecke und den 13 Kurven hatten die VÖGELE Fertiger der Typen SUPER 1800 und SUPER 1900 beim Bau des Istanbul Otodroms

Auf der Zielgerade ging es schon im Juli heiß her, denn es war ein gestaffelter „heiß an heiß“ Einbau vorgeschrieben, wobei die Temperaturkorridore exakt einzuhalten waren.

Istanbul Otodrom – Rennstrecke vom feinsten

In diesem Sommer kämpften erstmals die Formel-1-Boliden in der Türkei um Punkte. Istanbul Otodrom heißt die neue Rennstrecke, die vor den Toren der Bosporus-Metropole liegt. Für große Standfestigkeit und optimalen Grip der Trasse sorgten Straßenfertiger von VÖGELE.


Nachdem die bedeutendste Rennserie der Welt, die Formel 1, im letzten Jahr ihr Debüt in Bahrain und China gab, feierte nun der Große Preis der Türkei Premiere. Der brandneue Kurs schlängelt sich großteils durch mittelschnelle Kurven – davon 7 Links- und 6 Rechtskurven – und sollte dank der nutzbaren Breite der Strecke von 14 bis 28 m die eine oder andere Überholmöglichkeit bieten. Auffallend sind die großen Höhenunterschiede der verschiedenen Streckenabschnitte, da der Kurs durch eine hügelige Landschaft mit Differenzen im Gelände von immerhin 43 Metern führt. Die größte Besonderheit ist jedoch die unter Piloten gefürchtete Fahrtrichtung entgegen dem Uhrzeigersinn. Alles in allem weist Istanbul eine Streckencharakteristik auf, die die Formel-1-Fans begeisterte.


Entwickelt wurde der Kurs wie die meisten anderen neueren Formel-1-Strecken vom Aachener Architekten Hermann Tilke, der beispielsweise auch für den Umbau der deutschen Rennstrecken Nürburgring und Hockenheimring verantwortlich war. Die Tribünen sind im landestypischen orientalischen Stil gehalten und bieten Platz für 155.000 Zuschauer.


Großbaustelle mit Termindruck


Bis in den Juli hinein dauerten die Bauarbeiten am und rund um das neue Otodrom an. Keine einfache Aufgabe für den Hauptauftragnehmer, die Firma Evren Mühendislik ve Insaat A.S. und das ausführende Bauunternehmen Ayhanlar Yol Asfaltlama San. ve Tic. A.S. Auf der 5,378 km langen Rennstrecke erreichten die Formel 1 Boliden eine maximale Geschwindigkeit von 320 km/h. Die Trasse musste somit enormen Kräften standhalten und für Grip sorgen – eine Herausforderung für Mensch und Material. Kein Wunder, dass bei solchen Geschwindigkeiten extreme Einbaugenauigkeit gefordert ist: So betrug die Toleranz bei der Binderschicht lediglich +/- 5 mm, bei der Deckschicht sogar nur +/- 2 mm.


SUPER Fertiger - super Grip


Dieser Herausforderung stellten sich drei Straßenfertiger aus dem Hause VÖGELE, zwei SUPER 1900 mit der Bohle AB 600 TV und ein SUPER 1800 mit einer Bohle AB 575 TV. Die beiden SUPER 1900 bauten in einer Arbeitsbreite von 7,5 m, der SUPER 1800 zwischen 4 und 5,75 m ein. Die Breite der gefertigten Rennstrecke sowie der Versorgungswege ist äußerst unterschiedlich. Die Auslaufzonen sind bis zu 80 m breit, die Piste selbst 14 bis 28 m und die Versorgungswege 5 bis 16 m. Zunächst bauten die VÖGELE Maschinen den Unterbau ein. Das dazu verwendete Material, ein Mineralgemisch ohne Bitumen diente auch zum Ausgleich von Höhenunterschieden. Die Einbaustärke lag deshalb zwischen 20 bis 30cm. Darauf folgt eine hydraulisch gebundene Tragschicht in einer Stärke von 15 bis 25 cm. Die Asphalttragschicht misst 10 cm, gefolgt von 6 cm Binderschicht. Der Einbau der 4 cm starken Deckschicht wurde erst vorgenommen, als alle weiteren Arbeiten im Inneren der Rennstrecke abgeschlossen waren, damit kein Lkw das Sahnestück der neuen Trasse befahren musste.


430.000 Tonnen Spezial-Material verarbeitet


Alle Schichten enthalten einen 19-prozentigen Anteil an Dolomitkalk-Staub und einen 16-prozentigen Anteil eines modifizierten Materials, bestehend aus einer Mischung aus Sandstein-Staub auf der Basis von Grovak und des chemischen Zusatzstoffes NAF 501. Insgesamt verarbeiteten die Fertiger 430.000 t Material, davon 180.000 t im Heißeinbau. Bei dem Einbau des Asphaltmischguts war ein gestaffelter „heiß an heiß“ Einbau vorgeschrieben und Temperaturkorridore waren exakt einzuhalten. Die perfekte Nivellierung wurde durch den Einsatz der VÖGELE Nivellierautomatik NIVELTRONIC® ermöglicht.


Foto: Vögele AG


Datei: DSC01483.jpg

Auf der Zielgerade ging es schon im Juli heiß her, denn es war ein gestaffelter „heiß an heiß“ Einbau vorgeschrieben, wobei die Temperaturkorridore exakt einzuhalten waren.

Datei: DSC01575

Keine Probleme mit der 5378 m langen Strecke und den 13 Kurven hatten die VÖGELE Fertiger der Typen SUPER 1800 und SUPER 1900 beim Bau des Istanbul Otodroms


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