Wirtgen Group-Maschinen sanieren Verkehrsknotenpunkt in Bonn

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Hoch zufrieden mit der Einbauleistung: Am Bonner Konrad-Adenauer-Platz bauten die beiden Teams von Fa. Widdig mit den VÖGELE-Fertigern in kürzester Zeit 550 t Asphalt millimetergenau ein.

Der wichtigste Verkehrsknotenpunkt im Bonner Stadtteil Beuel ist der Konrad-Adenauer-Platz. Dort verläuft die B 56 durch Bonn, und von diesem Platz aus führen zahlreiche Abzweige in belebte Wohn- und Einkaufsstraßen. Weiterhin fahren ab dort mehrere U-Bahn- und Stadtbahnlinien auf einem gemeinsamen Gleis über die Kennedy-Brücke in die linksrheinischen Bonner Stadtteile. Weil aber die U-Bahn hohe Einstiegskanten hat, es sich bei der Stadtbahn hingegen um eine Niederflurbahn handelt, gab es an der gemeinsamen Haltstelle immer wieder Probleme beim Ein- und Aussteigen für die Fahrgäste. Im Mai 2000 fasste der Rat der Stadt Bonn den Beschluss zur Trennung der Haltestelle und kombinierte dies mit einer fußgängerfreundlicheren Umgestaltung des Platzes. Im Januar 2003 fiel der Startschuss für die Bauarbeiten. Mittlerweile entstanden zwei neue Haltestellen, umfangreiche Kanalarbeiten wurden ausgeführt, breite Fußgängerwege angelegt, topmoderne unterirdische Müllsammelsysteme installiert, das Gleisbett erneuert und die Straßenbanhnschienen repariert.


Das letzte große Gewerk, die Sanierung der Fahrbahndecke, setzten die Bonner Ende Mai 2005 um. Dazu sperrte man den gesamten Platz für ein Wochenende mit der Maßgabe, dass am Montag Morgen der Verkehr wieder über dieses Nadelöhr fließen soll. Damit alles nach Zeitplan verläuft, verließen sich die beteiligten Bauunternehmungen auf hochwertige und zuverlässige Straßenbaumaschinen von Wirtgen, Vögele und Hamm. Dazu kam die Gewissheit, dass ihnen auch während der Nachtarbeiten und am Wochenende kompetente Unterstützung durch die Wirtgen Windhagen Vertriebs- und Service GmbH, die unter anderem in NRW verantwortlich für die Marken Wirtgen, Vögele und Hamm ist, sicher gewesen wäre. Um es vorweg zu nehmen: Dieser Fall trat nicht ein.


Saubere Vorarbeit durch zwei Wirtgen-Kleinfräsen W 50 DC


Nachdem die Fahrbahndecke der B 56 bereits einige Zeit zuvor auf ein einheitliches Niveau abgefräst wurde, hatte die Firma GMS aus dem nahe gelegenen Merzenich nun den Auftrag, mit ihren beiden Kleinfräsen vom Typ W 50 DC alle Anschlüsse zu den unzähligen Seitenstraßen rund um die, ca. 6.500 qm Fahrbahn zu fräsen. Ihr war ein Zeitfenster von nur 8 Stunden gegeben, um die über 20 Teilstücke abgefräst und gereinigt an das „Schwarzdeckenteam“ zu übergeben. Ein anspruchsvoller Zeitplan, wenn man bedenkt, dass auf allen Teilflächen Kanaldeckel und andere Straßeneinbauten bis zu 5 cm tief freigefräst werden mussten. Aber da die Kleinfräsen nicht nur bedienerfreundlich sind, sondern auch über einen durchzugsstarken Motor mit 92 kW Leistung verfügen, konnte GMS die Aufgabe in der geforderten Zeit problemlos ausführen.


Geräuscharmer Asphalteinbau mit zwei Vögele-Fertigern Super 1600-1


Nachdem die wendigen Kleinfräsen die ersten Teilflächen freigefräst hatten, arbeiteten zwei Trupps der Firma Widdig aus dem benachbarten Bornheim/Rheinland bereits daran, den Asphalt auf den Anschlüssen einzubauen. Bei dem verwendeten Mischgut handelte es sich um Splittmastix-Asphalt 0/11 S mit PmB 45 C, einem thermoplastmodifizierten Bitumen. Dieser äußerst strapazierfähige, aber schwer zu verdichtende Baustoff wurde vorgeschrieben, weil die B 56 viel Schwerlastverkehr aufnehmen muss.


In den frühen Morgenstunden des Samstag begannen die beiden Straßenbautrupps mit dem Einbau der Fahrbahndecke der B 56. Sie verläuft rechts und links neben den Straßenbahngleisen jeweils zweispurig auf einer Breite von ca. 7,50 m. Die Einbaudicke betrug auf der gesamten Fläche etwa 5 cm. Um den straffen Zeitplan sicher zu erfüllen, setzte Fa. Widdig ihre beiden Fertiger vom Typ Super 1600-1 ein. Diese Maschinen haben sich in der Vergangenheit als äußerst zuverlässig erwiesen und erreichen auch bei großem Vorschub eine hohe, gleichmäßige Vorverdichtung. Außerdem verfügen die Vögele-Fertiger über einen kraftvollen 96 kW-Motor von Perkins, der bereits bei niedrigen Drehzahlen seine Leistung optimal entfaltet. Diese Eigenschaft wiederum sorgt zusammen mit dem Motormanagement-System besonders in der ECO-Stufe für einen reduzierten Verbrauch und geringe Geräuschemissionen. Dies ist gerade im innerstädtischen Einsatz von großer Bedeutung, wo immer mehr darauf geachtet wird, möglichst leise Baumaschinen einzusetzen. Außerdem bringt der niedrige Verbrauch eine Kostenersparnis für den Bauunternehmer mit sich. Last but not least bietet die Ausziehbohle AB 500 TV mit stufenlos verstellbarer Arbeitsbreite und getrennter Höhenverstellung auf beiden Seiten genau die Flexibilität, die Straßenbau-Profis optimal beim Einbau auf solch einer Baustelle in der City unterstützt.


DV 90 OV von Hamm verdichtete die dünne Asphaltdecke mit Oszillation


Die anschließende Endverdichtung der dünnen Asphaltdecke übernahmen zwei Hamm-Walzen der DV-Serie, die beide mit Oszillationsbandagen ausgestattet waren. Das bedeutet, dass hier dynamisch verdichtet wurde, ohne die Einbauten unterhalb der Asphaltdecke und die unmittelbar angrenzenden Wohnhäuser sowie die Gleisanlagen zu beeinträchtigen. Denn anders als bei Vibrationswalzen hält das Hamm-Oszillationssystem die Bandagen in ständigem Bodenkontakt und erzielt so eine schnellere Verdichtung. Da das Oszillationssystem außerdem nur 15 % der Vibrationen üblicher Vibrationswalzen überträgt, kann es näher an empfindlichen Bauwerken, über Kabeln und unterirdischen Rohrleitungen, ja selbst auf Brücken und in Parkhäusern eingesetzt werden. Neben besserer Verdichtung zeichnet sich das System zusätzlich durch geringere Geräuschentwicklung und damit erhöhten Bedienerkomfort aus. Alles Merkmale, die entscheidend für den Einsatz im Bonner Stadtteil Beuel waren. Mit der Oszillationswalze verdichtete der Fahrer von Fa. Widdig das Mischgut in wenigen Übergängen bis auf die geforderten 98 %. Die Alternative wäre eine statische Verdichtung gewesen, die in dieser kurzen Zeit mit nur einer Maschine pro Fertiger nicht möglich gewesen wäre.


Die Oszillation war aber nicht das einzig Bemerkenswerte an der eingesetzten DV 90 OV, die übrigens auch als Vibrationswalze betrieben werden kann. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Maschine der neuen DV-Serie von Hamm, die mit einer topmodernen Steuerung und einer komplett verglasten Panoramakabine aufwartet. Hier kann der Fahrer nicht nur den bequemen Sitz stufenlos verschieben, sondern auch die gesamte Kabine über den Maschinenrand hinaus bewegen, bis er auch die Randbereiche optimal einsieht. Außerdem verfügt die Maschine über einen Fahrersitz, der automatisch beim Fahrtrichtungswechsel bzw. auf Knopfdruck um 180° dreht. Der Effekt: In dieser Maschine fährt man immer vorwärts. Das bringt gleich zwei entscheidende Vorteile mit sich. Zum einen arbeitet der Fahrer in einer wesentlich gesünderen Körperhaltung. Und zum anderen erhöht sich die Sicherheit auf der Baustelle erheblich, denn der Fahrer sieht einfach besser, ob sich Hindernisse vor seiner Maschine befinden.


Nachdem der Asphalt am frühen Samstag Nachmittag komplett eingebaut und ausreichend verdichtet war, blieb genügend Zeit zum Abkühlen, so dass am Montag die B 56 wieder dem Verkehr übergeben werden konnte – und zwar exakt um 5 Uhr morgens.


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