PCC: Der Beton aus dem Fertiger.

Herstellung von hochbelasteten Verkehrsflächen

Beton hält länger, Beton hält mehr, Beton hält sich an kein Budget – diese drei Faktoren kennzeichnen den Betoneinbau auf Straßen und Plätzen. Vermeintlich. Denn die VÖGELE Hochverdichtungsbohle TVP2 mit Stampfer, Vibrator und zwei Pressleisten macht den Einbau von Paver Compacted Concrete (PCC) einfach und wirtschaftlich.

Der VÖGELE SUPER 1900 fertigte mit der Beton-Bohle SB 250 B einen absolut ebenen Belag.


Das hält keine Asphaltdecke aus: Extrem hohe Punktbelastung durch Container und Schwerlastwagen hinterlässt Spuren im Belag. Die Lösung heißt PCC, der Beton für den Straßenfertiger.

Als problematisch gilt der Einbau: Es erfordert Know-how und Erfahrung, um vorzeigbare Ergebnisse zu erzielen. Die VÖGELE Kunden Schneider Bau und Kern GmbH sind deshalb eine PCC-Kooperation eingegangen. Gemeinsam fertigen sie Flächen und Straßen aus Beton.

Von der Wirtschaftlichkeit des PCC-Verfahrens war auch die Firma Altmarkbau, eine Firma der Matthäi Bauunternehmen GmbH & Co KG, überzeugt: Bei Stendal fertigte sie für Deutschlands größtes Zellstoffwerk die Bewirtschaftungswege und Lagerplätze – und sparte Material und Arbeitszeit. Mittlerweile ist das PCC-Verfahren ausgereift. Das Geheimnis liegt in der Bohle: Sie entscheidet über Oberflächenbeschaffenheit und Material-Dichte. Für den Einbau von PCC entwickelte VÖGELE die Bohle SB 250 B mit den Hochverdichtungsaggregaten TVP2: Das T steht für Tamper (zu deutsch Stampfer), das V für Vibrator und das P für Pressleiste. Drei Features für ein optimales PCC-Ergebnis.

Die Betonbohle SB 250 B mit den Hochverdichtungsaggregaten TVP2

300

Verdichtungseinstellungen:


Tamper-Hub: 9 mm

Drehzahl: 1800 upm

Pressleiste: bis 120 bar

Vibration: 2600 upm

Einbaugeschwindigkeit: ca. 1 m/min


Hier erfahren Sie mehr zur SB 250 B

Typische Zusammensetzung / Qualitätseigenschaften des PCC-Mischguts.

Zuschlag (A/B 16)
Natursand 0/2 a (0/4 a) mm 28 – 35 M.-%
Kiessand 2/8 (4/8) mm 28 – 32 M.-%
Edelsplitt 8/16 mm 35 – 40 M.-%
Zement CEM I 32,5 R 270 – 330 kg/m³
Wasser (Frischwasser) 125 – 135 kg/m³
Zusatzmittel Luftporenbildner 0,4 – 0,6% v. Zgw.
Zusatzstoff Steinkohlenflugasche 30 – 60 kg/m³
Mehlkorn + Feinsand ≤ 450 kg/m³
Mörtelgehalt 480 – 520 l/m³
w/b-Wert 0,38 – 0,42
Einbaukonsistenz/Einbauwassergehalt V (C1) 1,44 – 1,42, geringfügig über W opt.
Luftgehalt P 3,5 – 4,0 Vol.-%
Druckfestigkeit ß D ≥ 35 N/mm²
Biegezugfestigkeit ß BZ ≥ 5,5 N/mm²
Spaltzugfestigkeit ß SZ ≥ 3,0 N/mm²

Anwendungsbeispiele

Im PCC-Verfahren gefertigte Abstellfläche auf einem Klärwerkgelände.

An Betonbauwerk angepasster PCC-Belag.

Perfekte Betonflächen ergeben auch präzise Fugenschnittstellen.

Gesamtansicht der Fläche aus PCC-Belag.

Antworten zum PCC-Einbau

  • Der Beton-Einbau mit dem Fertiger heißt PCC-Verfahren. PCC steht für Paver Compacted Concret, „vom Fertiger verdichteter Beton“.
  • Im Vergleich zwischen PCC und Asphalt überzeugt der Beton durch Standfestigkeit, längere Liegezeit und Verformungsresistenz gegen Hitze. Ausbesserungsarbeiten sind dagegen einfacher an Asphalt-Decken auszuführen. Mit VÖGELE Straßenfertigern sind die Kosten für den Einbau beider Materialien in etwa identisch.
  • PCC lässt sich mit dem Fertiger ähnlich wie Asphalt verarbeiten, bei etwas langsamerer Einbaugeschwindigkeit (etwa 1 m/min). Mit der VÖGELE Hochverdichtungsbohle SB 250 B in der Version TVP2 ist dafür keine Nachverdichtung notwendig.
  • Den Beton fertigt man „frisch an frisch“ (die neue Bahn an die noch frische zuvor gefertigte) oder „frisch an alt“. Jedoch nicht „frisch an halbfrisch“.
  • PCC-Belag trägt ein Vielfaches von Asphaltdecken. Deshalb kann er auch für stark belastete Flächen wie Container- Abstellflächen genutzt werden.
  • Damit der Beton spannungsfrei aushärten kann muss der Belag nach dem Einbau fachgerecht nachbehandelt und bewässert werden.
  • Mit Hilfe der VÖGELE Nivellier-Automatik Niveltronic entstehen absolut ebene Flächen ohne Pfützenbildung. Höhenfühler und Querneigungsregler tragen ebenfalls zu optimalen Ergebnissen bei.
  • Auch für flächenmäßig kleine Aufträge, bei denen sonst nur der konventionelle Einbau mit Einschalen und Ausgießen möglich wäre, ist der Einsatz mit VÖGELE Fertigern noch effizient.
  • Die Beschickung der Fertiger erfolgt analog zum Asphalt mit dem LKW.
  • Nach dem PCC-Einsatz ist der Fertiger unproblematisch mit einem Hochdruckreiniger zu säubern und kann nach dem Bohlenwechsel sofort wieder Asphalt einbauen. Lediglich die Bohle muss je nach Material gewechselt werden.