Selbst die beste Maschine mit der besten Technologie kann ihre Stärken nur ausspielen, wenn sie einfach und möglichst intuitiv zu bedienen ist. Das neue Bedienkonzept stellt deshalb den Menschen in den Mittelpunkt. Das ErgoPlus-Konzept umfasst den Bedienstand, die Fahrer- und die Bohlen-Bedienkonsole, die neue Nivellierautomatik NIVELTRONIC Plus® sowie ein durchdachtes Servicekonzept. Neu ist auch das Dach aus glasfaserverstärktem Kunststoff, das den Fahrer vor Sonne und Regen schützt.
Wer den Bedienkomfort und die Ergonomie von Arbeitsplätzen erhöhen will, muss die Benutzer genau beobachten. Eine ganze Reihe von Tests, Gesprächen und Workshops gingen dem neuen Bedienkonzept voraus, um mit den Änderungen die Bedürfnisse der Einbauteams auf den Baustellen überall auf der Welt möglichst genau zu treffen. Das beginnt bei der Optimierung der Beschaffenheit der Tasten: Dank des neuen Bedienkonzepts ErgoPlus können sie auch mit Handschuhen ertastet und blind bedient werden - schließlich ist eine Baustelle kein Büro. Gegenüber den Folientasten bringt dies deutliche Vorteile. Ist die Taste gedrückt, geht es künftig sofort los. Dafür sorgt das "Touch and work"-Prinzip. Grundsätzlich aufgeräumt und neu geordnet hat VÖGELE auch den gesamten Bedienstand.
Das neue Dach macht den Diener
Über eine manuelle Hydraulikpumpe lässt sich das GFK-Dach mühelos in Transportstellung klappen. Dabei wird das Schalldämpferendrohr - über eine Strebe mit dem Dach verbunden - mit abgeklappt. So ist der SUPER Fertiger ohne großen Aufwand transportfertig - ErgoPlus sei dank.
Selbst bei ausgeschwenktem Sitz kann dank optimaler Anpassung der Bedienkonsole bequem gearbeitet werden.
Welch großen Bedienkomfort ErgoPlus bietet, spürt man bereits beim Betreten des Bedienstands. Die Bedienkonsole ist übersichtlich aufgebaut, alles ordnet sich möglichst einwandfreier Funktionalität unter. Mit wenigen Handgriffen richtet der Fahrer die Bedienkonsole für seine individuelle Arbeitsposition ein. Sie kann über die gesamte Breite des Bedienstands verschoben, seitlich ausgeschwenkt und in der Neigung verstellt werden. Wenn mit ausgeschwenktem Sitz gearbeitet wird, kann die Bedienkonsole mit geschwenkt werden. Ein ergonomisch optimaler Arbeitsplatz ist so schnell eingerichtet.
Die breit ausstellbaren Dachmarkisen schützen auch bei ausgeschwenktem Sitz vor Regen und Sonne.
Ein festes Dach für die SUPER Fertiger
Vor Sonne und Regen schützt den Fahrer das neue glasfaserverstärkte Kunststoffdach - kurz GFK-Dach. Die neue Konstruktion integriert mehrere Vorteile: Auf der linken und rechten Seite können von Hand Markisen ausgefahren werden, die dem Maschinisten auch bei ausgeschwenktem Fahrersitz optimalen Schutz verschaffen. Ebenfalls in das neue GFK-Dach eingelassen ist die Arbeitsbeleuchtung, die optional sogar mittels Xenonscheinwerfern die Baustelle ausleuchtet. Diese neue, höhere Position der Lichtquelle verbessert die Sicht im Dunkeln beträchtlich.
Der komfortable Bedienstand gewährt perfekte Sicht auf Schnecke, Materialbehälter, Richtungsanzeiger und Bohle.
Ein übersichtlicher Arbeitsplatz
Hervorragend ist die Rundumsicht der neuen Maschinen. Die Bunkervorderkanten, die gesamte Bohle sowie der Schneckenraum können jederzeit überblickt werden. Die Gestaltung des Bedienstands trägt so aktiv dazu bei, Fehler zu vermeiden und beste Einbauergebnisse zu erzielen.
Ein Tastendruck - und es geht los. Alle Funktionen der neuen Bedienkonsole arbeiten nach dem "Touch and work"- Prinzip. Das bedeutet, die gewünschte Funktion wird direkt - also ohne nochmalige Bestätigung - ausgeführt, wenn die Taste gedrückt wird. Alle Tasten sind baustellengerecht ausgelegt: Sie können blind ertastet werden und sind absolut wasserdicht. Die Möglichkeit, die Tasten zuverlässig zu ertasten, gewährleistet eine besonders sichere und komfortable Bedienung der Maschine. Bei einsetzender Dunkelheit schaltet sich automatisch die Beleuchtung der Bedienkonsole ein, damit der Fahrer sich auch bei Nachteinsätzen zurechtfindet.
Auswahl aus 4 Betriebsarten
Alle wichtigen Einbau- und Fertigerfunktionen sind auf der Bedienkonsole direkt über einzelne Taster regelbar. Im Zentrum stehen vier verschiedene Betriebsarten: Neutral, Umsetzen, Ansetzen und Einbau. In der jeweiligen Betriebsart werden automatisch die benötigten Funktionen freigeschaltet und angepasst. Wählt der Fahrer beispielsweise den Modus "Umsetzen", lässt sich der Fertiger in Transportgeschwindigkeit fahren. Im Ansetzgang hingegen reagiert die Lenkung äußerst präzise, so dass der Fertiger spielend leicht in Position zu bringen ist. Dabei hilft auch der stufenlos regulierbare Vortrieb der Maschine. Bei allen Betriebsarten wählt man mit dem Fahrjoystick die Vorwärts- und Rückwärtsfahrt, im Umsetz- und Ansetzgang wird hiermit auch die Fahrgeschwindigkeit geregelt.
Memory-Funktion erleichtert den Einbau
In der Betriebsart "Einbau" schließlich wird gearbeitet. Die Einbaugeschwindigkeit wird per Soll-Wertgeber vorgewählt. Bewegt man den Fahrjoystick nach vorn, beschleunigt der Fertiger automatisch auf die vorgewählte Geschwindigkeit und hält während des gesamten Einbaus den Vortrieb konstant. In dieser Betriebsart sind alle für den Einbau benötigten Automatikfunktionen zuschaltbar. Die eingeschalteten Automatikfunktionen werden - sobald der Fahrjoystick nach vorne gelegt wird - aktiv und der Fertiger setzt sich mit der zuvor eingestellten Geschwindigkeit in Bewegung. Zeitgleich starten alle Förder- und Verdichtungsaggregate mit den voreingestellten Werten. Um den Einbauprozess nach dem Umsetzen in gleicher Qualität fortsetzen zu können, genügt ein Handgriff: Bei Umlegen des Fahrjoysticks laufen in der Betriebsart "Einbau" alle Aggregate automatisch mit den zuletzt verwendeten Einstellungen.
Leichte Bedienbarkeit
Bei der Entwicklung von ErgoPlus stand ein Gedanke im Mittelpunkt: leichte Bedienbarkeit aller Funktionen und optimale Unterstützung des Maschinenbedieners bei der Steuerung und Überwachung des Fertigers. Das gilt natürlich auch für das Display: Im normalen Baustellenbetrieb hat der Bediener auf dem Startbildschirm die wichtigsten Maschinendaten wie die Einbaugeschwindigkeit oder die Höhe der Nivellierzylinder im Blick. Außerdem informieren zwei Bargraphen über den aktuellen Füllstand der beiden Kratzerbänder. Und wenn die Feinlenkung aktiviert ist, kann auf einer Skala die eingestellte Trimmung abgelesen werden.
Angelehnt an die Fahrer-Bedienkonsole ist auch die Bohlen-Bedienkonsole einfach und logisch aufgebaut. So sind auch hier die Funktionstasten so angebracht, dass die häufig benutzten Funktionen wie das Bohlen Ein- und Ausfahren blind ertastbar und jederzeit gut zu bedienen sind. Das neue VÖGELE Bedienkonzept ErgoPlus spielt gerade bei anspruchsvolleren Aufgaben seine Stärken aus. Soll beispielsweise eine Fahrbahnverengung eingebaut werden, muss die Bohle einseitig in kleinen Schritten manuell verschmälert werden. Gleichzeitig ist die Materialförderung entsprechend anzupassen.
Die neue ErgoPlus Bohlen-Bedienkonsole.
Das "Touch and work"-Prinzip in Verbindung mit der automatischen Regelung der Förderaggregate ermöglicht es, diesen komplexen Prozess schnell und fehlerfrei zu steuern. Damit der Bediener der Bohle das Display in jeder Einbausituation problemlos ablesen kann, ist die Bedienkonsole zudem besonders vibrationsgedämpft.
Über die Bohlen-Bedienkonsole lässt sich neben den verschiedenen Bohlen- und Fertigerfunktionen auch die Nivellierung des Straßenfertigers steuern und regeln. Bei aktivierter NIVELTRONIC Plus® wird standardmäßig deren Startseite im Display der Bohlen-Bedienkonsole angezeigt. An der Bedienkonsole stellt man mit wenigen Tasten die Nivellierzylinder für die geforderte Einbaustärke - und gegebenenfalls Querneigung - ein. Mit einer Schnell-Justage-Funktion definiert der Bediener die eingegebenen Werte einfach per Tastendruck als Soll-Werte.
Einfachere Handhabung der Nivellierautomatik
Die neue VÖGELE Nivellierautomatik NIVELTRONIC Plus® besticht durch einfache und logische Menüführung. Alle Funktionen werden im Display durch leicht verständliche Symbole angezeigt. Dadurch ist die Bedienung schnell erlernbar und fehlerfrei zu handhaben. Die Nachregelung der Nivellierzylinder sorgt während des gesamten Einbaus automatisch für die Einhaltung des vorgewählten Niveaus. Anhand der angezeigten Ist-Werte kann der Bohlenbediener die Einhaltung der Soll- Werte durch die NIVELTRONIC Plus® zusätzlich permanent überprüfen. Wie gewohnt zeigen die LED-Kreuze auf der linken und rechten Seite an, ob eine Regeldifferenz vorliegt.
Das übersichtliche Display der Bohlen-Bedienkonsole mit aktivierter NIVELTRONIC® Plus.
Einstellung der Nivellierzylinder im Display ablesbar
Neben der radikal vereinfachten Bedienoberfläche der NIVELTRONIC Plus® wurden weitere Neuerungen umgesetzt, die das Arbeiten vereinfachen - ohne an Funktionsvielfalt einzubüßen. So kann die aktuelle Höhe der Nivellierzylinder nicht nur, wie sonst üblich, an den Zylindern direkt abgelesen werden, sondern auch an den Displays der Bohlen-Bedienkonsolen sowie an der Fahrer-Bedienkonsole.
Highlights der neuen Nivellierautomatik NIVELTRONIC Plus®:
+ Leicht verständliche Symbolik
+ Vereinfachte Menüstruktur
+ Hauptfunktionen auf 1. Menüebene
Neuer variabler mechanischer Höhensensor
Zur weiteren Vereinfachung trägt auch ein neuer, für die NIVELTRONIC Plus® entwickelter, variabler mechanischer Höhensensor bei. Dieser neue Höhensensor vereint die Vorteile eines Ultraschallsensors mit denen eines mechanischen Höhenfühlers. Denn er verfügt, wie für mechanische Fühler typisch, über eine hohe Genauigkeit mit einer Abweichtoleranz von nur ±0,5 mm. Geliefert wird eine "sichtbare" Abtastung, die gegenüber äußeren Einflüssen wie Temperatur, Abgasstrahl etc. unempfindlich ist. Ein für Ultraschallsensoren typischer, großer Messbereich von 200 mm und die komfortable Justierung (0-Abgleich) per Knopfdruck von der Bohlen-Bedienkonsole aus runden den Bedienkomfort ab.
Weitere Pluspunkte sammelt ErgoPlus - ganz VÖGELE typisch - auch unter Servicegesichtspunkten. Viele Funktionen und Betriebszustände können ohne den Anschluss externer Messgeräte direkt im Display der Bedienkonsole überwacht und auf ihre Funktion hin überprüft werden. Auch für den Fall, dass an der Bedienkonsole tatsächlich etwas ausgetauscht werden muss, wurde vorgesorgt: Die Modulbauweise erlaubt einen einfachen und vor allem kostengünstigen Austausch, weil im Schadensfall nicht die gesamte Bedieneinheit ausgetauscht werden muss, sondern jedes der vier Module separat ersetzt werden kann.
Die wichtigsten Pluspunkte von ErgoPlus:
+ Ergonomisch gestaltete Bedienkonsolen für ermüdungsfreies Arbeiten
+ Übersichtliche und logische Anordnung aller Bedienfunktionen
+ Einfache Bedienung der VÖGELE Nivellierautomatik NIVELTRONIC Plus®
+ Modular aufgebaute Fahrer-Bedienkonsole senkt die Servicekosten
+ Glasfaserverstärktes Kunststoffdach schützt den Maschinisten vor Sonne und Regen
+ Einfaches Auf- und Abklappen des Dachs über hydraulische Handpumpe