 In
vielen Fällen können Kostenvoranschläge in der Bauwirtschaft
nicht eingehalten werden – zu viele Unbekannte verkomplizieren
und verteuern Bauvorhaben. Dass es auch genau umgekehrt laufen kann,
zeigt der Fall der Firma Altmarkbau. Statt auf Walzbeton setzte
sie auf das PCC-Verfahren, lieferte erstklassige Qualität ab
und sparte an den Kosten.
Für die Firma Altmarkbau, eine Tochter der
Matthäi Bauunternehmen GmbH & Co. KG, war es zunächst
eine Herausforderung: Die Bewirtschaftungswege des Zellstoffwerks
Stendal, auf denen später schwerste Holzlader verkehren, mussten
in Betonbauweise gefertigt werden. Obwohl in der Ausschreibung das
Walzbeton-Verfahren (Roller Compacted Concrete) vorgesehen war,
setzte man bei Altmarkbau auf Paver Compacted Concrete.
Den Auftraggeber von PCC überzeugt.
Zunächst musste man den Auftraggeber, eine Schweizer
Investorengruppe, von PCC überzeugen. Dazu fertigte das Einbauteam
ein Testfeld. Die Dicke beträgt 26cm und erforderte einen Verdichtungsgrad
von 98%. Das überzeugte, auch sie gaben grünes Licht für
den PCC-Einbau. Die Bewirtschaftungswege auf dem 60.000 m2 großen
Gelände müssen mehr als 200 t Punktlast tragen, rund doppelt
soviel wie deutsche Autobahnen. Dem VÖGELE Fertiger SUPER 1900
montierte Altmarkbau die Hochverdichtungsbohle SB 250 B in der Version
TVP2 an. Es handelt sich um eine adaptierte Beton-Bohle. VÖGELE
erarbeitete sich Know-how in Sachen PCC.
Punktlast von 200 t.
Die Asphalt-Bohle wurde in vielerlei Hinsicht abgeändert.
Unter anderem misst die Leiste auf der Wirkseite 58 statt 43mm und
ihr Einzugs-Winkel ist flacher (30 statt 45° Neigung) und somit
wirkungsvoller.
PCC schlägt Walzbeton.
Die Einbau-Mannschaft fertigt die 7,5 m breiten Wege in
einer Bahn bei 0,8 m/min Einbaugeschwindigkeit. Das relativ langsame
Tempo (im Vergleich zur Asphalt-Verarbeitung) ist immer noch zügig:
Den geforderten Verdichtungsgrad von 98% erreicht allein die Hochverdichtungsbohle
– ohne jegliche Nachverdichtung. Betrachtet man alle Kostenfaktoren,
ist der Einbau von Walzbeton (RCC) wesentlich aufwendiger und somit
teurer. Durch die notwendige Nachverdichtung verformt sich die Betonbahn
im Außenbereich, weshalb diese Arbeitsweise nachträgliches
Abstechen vorsieht. Bei einer kleineren Arbeitsbreite bedeutet das
bis zu 10% Materialverlust.
„VÖGELE ist der Mercedes unter
den Fertigern“
Entsprechend begeistert zeigt sich Jürgen Weinhold,
Geschäftsführer der Altmarkbau. Man habe Top-Qualität
abgeliefert und mit dem PCC-Verfahren die Profitabilität des
Auftrags erhöht. „Der Job verlief ohne größere
Komplikationen,“ sagt Weinhold. Auch dank der Straßenfertiger:
„VÖGELE ist der Mercedes unter den Fertigern.“
Forderungen, die in der Vergangenheit nicht erfüllt werden
konnten, beherrscht VÖGELE inzwischen. Der Beweis: Endverdichtung
in dieser Bauweise erreichen nur die Fertiger mit dem gelben Dach.

Geschlossene Oberfläche an den Betonflanken
und die gut ausgebildeten Kanten sind Qualitätsmerkmale
dieses Verfahrens. |
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Die Baustelle:
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Fertigstellung:
Auftrag:
Bauunternehmen:
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Arneburg bei Stendal
Zellstoff Stendal GmbH
Deutschlands größtes Zellstoffwerk
1 Milliarde Euro
Mitte 2004
Fertigung von hochbelasteten
Straßen und speziellen
Lagerplätzen auf dem Gelände,
teils asphaltiert, teils im PCC-
Verfahren. 14.000 m3 verbautes Material
Altmarkbau GmbH & Co. KG,
ein Tochterunternehmen der
Matthäi Bauunternehmen GmbH
& Co. KG |
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