InLine Pave® - erste Wahl in puncto Wirtschaftlichkeit und Qualität

Einbau im »Heiß auf Heiß«-Verfahren unter fließendem Verkehr

Die innovative Technologie von VÖGELE, mit der sich Binder- und Deckschicht in einem Arbeitsgang einbauen lassen, ist auf immer mehr Baustellen in puncto Wirtschaftlichkeit und Qualität die erste Wahl. Auch beim Ausbau der Bundesstraße B 50 von zwei auf vier Fahrspuren kam ein InLine Pave® Einbauzug von VÖGELE zum Einsatz. Dieser konnte vor den Augen einer Delegation aus renommierten Asphaltexperten seine Stärken unter Beweis stellen.

InLine Pave® Einbauzug auf Autobahn.

Die Bundesstraße B 50 ist eine wichtige Verkehrsader für die Hunsrück-Region. „Diese Ost-West-Achse hat vor allem für den südlichen Rhein-Hunsrück-Kreis und als Anbindung des Flughafens Frankfurt-Hahn eine enorme wirtschaftliche und verkehrliche Bedeutung. Dazu dient sie als internationale Verbindung zu den Häfen in Antwerpen und Rotterdam“, sagte Achim Großmann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister. „Ich bin sehr froh, dass wir die B 50 komplett vierspurig ausbauen und dabei gut vorankommen.“ Ende 2011 sollen die Arbeiten auf der B 50 zwischen der Autobahn A 61 und dem Flughafen Frankfurt-Hahn abgeschlossen sein.

Hohe Einbauqualität dank des »Heiß auf Heiß«-Verfahrens

Die drei Maschinen des InLine Pave® Einbauzugs – Beschicker, Binderschichtfertiger und Deckschichtfertiger.

Ein Abschnitt der Ausbauarbeiten lag zwischen den Anschlussstellen Büchenbeuren und Nieder Kostenz. Auf dieser 7,3 km langen Baustelle setzte das ausführende Bauunternehmen Wilhelm Faber GmbH & Co. Bauunternehmung KG den InLine Pave® Einbauzug ein, mit dem kompakte Asphaltbefestigungen in einem Arbeitsgang wirtschaftlich hergestellt werden. Das innovative VÖGELE Konzept für den »Heiß auf Heiß«-Einbau besteht aus drei Maschinen: einem Materialbeschicker MT 1000-1, einem Binderschichtfertiger SUPER 2100-2 IP und einem konventionellen Fertiger zum Einbau der Deckschicht, im Fall der B 50 war dies ein SUPER 1600-2. Technologisches Herzstück ist der SUPER 2100-2 IP, ein geringfügig modifizierter Standardfertiger mit einem speziellen Übergabemodul für das Deckschicht-Mischgut. Die besonders leistungsstarke Hochverdichtungsbohle AB 600-2 IP ermöglicht enorm hohe Vorverdichtungswerte bereits bei der Binderschicht. So kann selbst ein ca. 40 t schwerer Deckschichtfertiger wie der SUPER 1600-2 die noch heiße Binderschicht befahren, ohne diese zu beschädigen. Dass dies nicht bloße Theorie ist, bewiesen auch die Messungen auf der Baustelle im Hunsrück: Der Endverdichtungsgrad der Binderschicht lag im Mittel bei starken 101,6 % Dies ergab das Kontrollprüfungs-Protokoll.

Asphaltexperten beobachten den Einbau

Kurt Schneider von Faber Bau.

Der InLine Pave® Einsatz im Hunsrück stieß auf großes Interesse von Asphaltexperten. So besuchte das beauftragte Labor für die Kontrollprüfung, das Chemisch Technische Laboratorium Heinrich Hart GmbH, die Baustelle. Das Unternehmen hat sich weltweit einen Namen gemacht durch die Beratung von Rennstreckenbetreibern bei der Auswahl und dem Einbau von Asphalt. Ebenfalls vor Ort war Prof. Dipl.-Ing. Karl-Ludwig Scholl, Leiter der amtlichen Prüfstelle für Straßenbaustoffe und Recycling an der Fachhochschule Koblenz. Prof. Scholl ist von den Vorteilen des »Heiß auf Heiß«-Verfahrens überzeugt. Charakteristisch dafür sind eine relativ dicke Binderschicht und eine relativ dünne Deckschicht. Beide Schichten werden in einem Arbeitsgang hergestellt, wodurch sich ein perfekter Schichtenverbund und eine intensive Verzahnung der Schichten ergeben. Das hochwertige und somit teurere Deckschichtmaterial kann dank dieses Verfahrens sparsam und dadurch wirtschaftlich eingesetzt werden. „Mich interessiert die VÖGELE Maschinentechnik besonders, weil sie quasi mit Standardfertigern auskommt“, so Prof. Scholl. Dies wiederum senkt die Investitionskosten für Bauunternehmen, da sie alle drei Maschinen des InLine Pave® Einbauzuges zu jeder Zeit auch für konventionelle Asphaltarbeiten einsetzen können.

Flexible Einsatzmöglichkeiten mit verschiedenen Mischgutsorten und Schichtdicken

Auf der B 50 baute der InLine Pave® Maschinenzug verschiedene Mischgutsorten in unterschiedlichen Dicken ein. Die Binderschicht wurde im ersten Bauabschnitt aus der Sorte AC 16 B S (25/55-55 A) in einer Dicke von 6 cm hergestellt, beim zweiten Abschnitt wurde eine Schicht von 10 cm der Sorte AC 22 B S (25/55-55 A) eingebaut. Die Deckschicht aus Splittmastixasphalt SMA 8 S (25/55-55 A) war in beiden Fällen 2 cm dick. Pro Tag wurden 2.000 t Mischgut verbraucht und 1.500 m Einbaustrecke absolviert.

Einbauteam freut sich auf InLine Pave® Einsätze

Nachdem das Einbauteam von Faber bereits mehrere Einsätze mit den VÖGELE Maschinen erfolgreich durchgeführt hatte, ging man beim Ausbau der B 50 routiniert zu Werke. „Unsere Mannschaft kommt super mit dem InLine Pave® Einbauzug zurecht und freut sich auf die Einsätze“, sagte Thorsten Müller, Oberbauleiter bei Faber Bau. Auch die Nivellierung gelang hervorragend: Ein Ultraschall-Multi-Sensor tastete beim ersten Bauabschnitt den vorhandenen Randstein ab, beim zweiten die neu hergestellte linke Fahrspur. Der Sensor lieferte genaue Messwerte an die Nivellierautomatik NIVELTRONIC Plus®, wodurch die Einhaltung der geforderten Ebenheit von ≤ 4 mm (auf einer Messstrecke von 4 m) ein Leichtes war.

Effiziente HAMM Walze HD+ 140 mit starker Flächenleistung

Die neue HAMM Walze HD+ 140 VO.

Von großer Bedeutung für das Erreichen der Endverdichtung war die neue HAMM Walze HD+ 140 VO (also mit Vibration und Oszillation). Dank ihrer herausragenden Verdichtungs- und Flächenleistung benötigte sie dafür nur zwei Übergänge. Zum Fertiger hin fuhr die Walze mit aktivierter Oszillation, zurück lediglich statisch verdichtend. Die Walze der 14-t-Klasse hat etwa dieselbe statische Linienlast wie eine 9,5 t schwere Walze, aber breitere Bandagen (2.140 mm). Im Hundegang liegt die maximale Arbeitsbreite bei 2,3 m. Neben der HD+ 140 sorgten auf der Baustelle im Hunsrück ebenfalls eine DV 90 sowie eine DV 70 von HAMM dafür, dass der geforderte Verdichtungsgrad schnell und sicher erreicht wurde.

Baustellendaten
Ausbau der Bundesstraße B 50 auf vier Fahrspuren zwischen den Anschlussstellen Büchenbeuren und Nieder Kostenz im InLine Pave® Verfahren
Länge der Baumaßnahme:
7.300 m (je Einbaubahn)

Breite der Baumaßnahme:
1. Abschnitt 5,80 m
2. Abschnitt 4,50 m
Gesamtfläche: 75.200 m²

Einbaudaten
Einbaubreite: 4,5 – 5,8 m
Einbaudicke:
Binderschicht 1. Abschnitt 6 cm
Binderschicht 2. Abschnitt 10 cm
Deckschicht: 2 cm

Einbaumaterial
Binderschicht:
1. Abschnitt AC 16 B S (25/55-55 A)
2. Abschnitt AC 22 B S (25/55-55 A)
Deckschicht: SMA 8 S (25/55-55 A)

Maschineneinsatz
VÖGELE InLine Pave® Einbauzug, bestehend aus:
Beschicker MT 1000-1
Binderschichtfertiger SUPER 2100-2 IP mit der Einbaubohle AB 600-2 IP
Deckschichtfertiger SUPER 1600-2 mit der Einbaubohle AB 500-2 TV
HAMM Walzen HD+ 140 VO, DV 90, DV 70

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