SUPER 1800-2 mit SprayJet Modul saniert schnell und kostengünstig

VÖGELE Fertiger baut 1,5 Autobahnkilometer in zwei Nachtschichten

In zwei Nächten einen 1,5 km langen Streckenabschnitt einer stark frequentierten Autobahn sanieren – wie das gelingt, zeigte das Einbauteam des niederländischen Bauunternehmens MNO Vervat auf der Autobahn A 6 bei Amsterdam. Obwohl es der erste Einsatz eines SUPER 1800-2 mit SprayJet Modul überhaupt in den Niederlanden war, kam die Mannschaft mit der VÖGELE Maschine vom Start weg hervorragend zurecht. Da die Sanierung im Heißeinbau auf Versiegelung (DSH-V) ausgeführt werden sollte, trug der Fertiger in einem Arbeitsgang Emulsion auf und baute Asphalt ein.

Die Autobahn A 6 verläuft von Amsterdam in nördlicher Richtung bis in die Nähe von Heerenveen. Auf einem Abschnitt nördlich von Amsterdam musste auf 1,5 km Länge die Deckschicht ausgetauscht werden. Zwischen den Anschlussstellen Almeerderzand und Almere-Stad-West trug zunächst eine WIRTGEN Kaltfräse mit Feinfräswalzen die alte Deckschicht 2 cm tief ab. Darauf sollte nun die neue Fahrbahnoberfläche gebaut werden.

Dünnschicht-Einbau senkt die Kosten drastisch

Das Bauunternehmen MNO Vervat überzeugte den Auftraggeber schnell, eine Dünnschicht aus dem Material Microville® im Heißeinbau auf Versiegelung herzustellen. Die Gründe für diese Entscheidung erläutert M. Zwaan, Straßenbau-Distriktleiter Amsterdam des niederländischen Verkehrsministeriums: „Wir wollten den Abschnitt möglichst kostengünstig sanieren, da wir in 2 – 3 Jahren einen längeren Abschnitt der A 6 grundlegend erneuern werden. Und das Angebot mit dem Dünnschicht-Verfahren war gegenüber konventionellen Verfahren 500.000 Euro günstiger.“

Express-Sanierung in zwei Nachtschichten

Bohlenbediener J. D. Noordenbos

Lediglich zwei Nachtschichten hatte das Einbauteam von MNO Vervat zur Verfügung, um die neue Deckschicht einzubauen. Die drei zu sanierenden Fahrspuren hatten eine Gesamtbreite von 15 m, im Bereich der beiden Anschlussstellen der A 6 lag die Maximalbreite bei 24 m. Insgesamt waren somit 30.000 m² Asphaltfläche zu erneuern – ein ambitionierter Wert für zwei Nachtschichten. Dennoch war das Einbauteam sich von Beginn an sicher, dass der Zeitplan eingehalten werden würde. Denn mit SUPER Fertigern hat die Mannschaft durchweg gute Erfahrungen gemacht. Kein Wunder also, dass MNO Vervat voll auf VÖGELE setzt: Der SUPER 1800-2 mit SprayJet Modul ist bereits der achte VÖGELE Fertiger im Maschinenpark des Bauunternehmens.

Einbau in 6 m Breite

Bei der rechten und der mittleren Fahrspur nutzte die Mannschaft die Arbeitsbreite voll aus. Beim Einbau in einer Breite von 6 m lag die Arbeitsgeschwindigkeit des SUPER 1800-2 mit SprayJet Modul bei ca. 12 m/min. Die Reaktionen der Einbaumannschaft fielen durchweg positiv aus: „Die im Impulsbetrieb arbeitende Sprühtechnik des SprayJet Moduls ist toll. Auch das Bedienkonzept ErgoPlus®, mit dem ich erstmals arbeite, überzeugt mich“, so Bohlenbediener J. D. Noordenbos. Und weiter: „Eine Straße mit dem SUPER 1800-2 mit SprayJet Modul zu sanieren, ist die schnellste Möglichkeit überhaupt.“

Fabrikneuer SUPER 1800-2 mit SprayJet Modul im Einsatz

Einfaches Dosieren des Emulsionsauftrags: Im Display wird die gewünschte Sprühmenge pro m² per Touchscreen eingestellt.

Auch der Maschinenparkleiter von MNO Vervat, E. G. Mekking, äußerte sich sehr positiv über den »Neuzugang« in seinem Maschinenpool: „Wir waren schon länger auf der Suche nach einer Technologie, mit der man Emulsion auftragen und gleichzeitig Asphalt einbauen kann, ohne dass Vernebelung entsteht. In erster Linie ist das wichtig für die Menschen, die mit einer solchen Maschine arbeiten. VÖGELE bietet uns dafür die perfekte Lösung.“ Auch von der Wirtschaftlichkeit des SUPER 1800-2 mit SprayJet Modul ist Mekking überzeugt. „Wir kalkulieren mit 150 Einbautagen pro Jahr. Wenn wir an lediglich 25 Tagen davon im Sprühmodus arbeiten, macht sich die Investition bereits bezahlt.“

Sprühen und einbauen in einem Arbeitsgang

Einer der Vorteile des SprayJet Konzepts, in einem Arbeitsgang Emulsion auftragen und Asphalt einbauen zu können, ist insbesondere für DSH-V essenziell. „Beim Einbau von Microville® kann man nicht vorsprühen und dann nach einer halben oder einer vollen Stunde mit dem Einbau beginnen“, weiß Mekking. „Für eine größtmögliche Einbauqualität muss das gleichzeitig geschehen.“ Der SUPER 1800-2 mit SprayJet Modul ist ein hochmodernes System, das sich für den Einbau von Dünnschichten, aber auch für konventionelle Arbeiten, bei denen Emulsion aufgesprüht werden soll, hervorragend eignet. Dadurch lassen sich Arbeitszeiten, wie auch auf der Baustelle in den Niederlanden, deutlich reduzieren. Da direkt im Anschluss an das Aufsprühen Asphalt eingebaut werden kann, wird mit dieser Bauart zudem eine Verschmutzung der Umgebung effektiv vermieden.

Dünnschicht von lediglich 2 cm Dicke

„Wir mussten auf der Baustelle eine Schichtdicke von 2 cm erreichen. Dicker durfte die Deckschicht werden, dünner dagegen nicht. Sonst hätten Vertragsstrafen gedroht“, erläutert der Maschinenparkleiter Mekking. Auch deshalb sieht er sich mit seinem VÖGELE Fertiger klar im Vorteil: „Das gesamte VÖGELE Konzept, insbesondere die bewährte Nivellierautomatik NIVELTRONIC Plus®, erlaubt einen äußerst präzisen Einbau.“

Verdichtung mit HAMM Walzen

Präziser Emulsionsauftrag ohne Vernebelung: Auch der Auftraggeber M. Zwaan lobt die Qualität der Microville® Dünnschicht.

Natürlich kommt der Verdichtung von Dünnschichten besondere Bedeutung zu, wenn es darum geht, einen dauerhaft stabilen Schichtenverbund zu realisieren. Diese Aufgabe übernahmen drei HAMM Walzen im Team. Zwei Tandemwalzen vom Typ DV 70 VO verdichteten in der Fläche, für die Übergänge nutzte MNO Vervat die statische Walze HW 90. Alle drei Walzen arbeiteten im statischen Modus. Bei der 2 cm dicken Deckschicht war so die geforderte Endverdichtung in wenigen Übergängen erreicht. Auf diese Weise hat das Team der WIRTGEN Group Baumaschinen einen erstklassigen Job bei den Sanierungsarbeiten auf der niederländischen A 6 abgeliefert. Dessen ist sich auch der Auftraggeber M. Zwaan sicher: „Zwar beträgt die Garantiezeit für die Deckschicht 5 Jahre, sie wird aber noch länger halten. Das kann man bei dieser guten Einbauqualität bereits jetzt absehen.“

Die Sprühtechnik des SprayJet Moduls im Überblick:

Im Impulsbetrieb arbeitende Sprühdüsen

  • Jede Düse wird einzeln angesteuert
  • Elektropneumatisch betätigte Stifte öffnen und schließen die Düsen
  • Automatische Sprühtaktung sorgt für konstante Ausbringungsmenge auch bei wechselnder Einbaugeschwindigkeit
  • Die Sprühmenge ist in einem weiten Bereich regulierbar und steht unter ständiger Kontrolle des Bedieners
  • Exakte Einhaltung der eingegebenen Sprühmenge optimiert den Emulsionsverbrauch

Lückenloser Emulsionsauftrag auf der gesamten Breite

  • Bis zu 6 m Arbeitsbreite
  • Keine Berührung oder Beschädigung des Emulsionsfilms
  • Keine Verunreinigung der Umgebung
  • Saubere Bordsteinkanten und Randbereiche der Fahrbahn

Highlights SUPER 1800-2 mit SprayJet Modul:

  • Maximale Einbaubreite 6 m
  • Einbaugeschwindigkeit bis 20 m/min
  • Verdichtungsvarianten TV, TP1
  • Leistungsstarker PERKINS Dieselmotor mit 129,6 kW bei 2.000 U/min
  • Emulsionstank mit bis zu 7.000 l Fassungsvermögen
  • Sprühbalken bis 6,0 m Arbeitsbreite
  • Maximaler Druck der Sprühdüsen 3 bar
  • Sprühkegel von 120°

Baustellendaten
Sanierung eines Abschnitts der Autobahn A 6 bei Amsterdam im DSH-V-Verfahren

Länge der Baumaßnahme: 1.500 m
Breite der Baumaßnahme: zwischen 15 und 24 m

Einbaudaten
Einbaubreite: 5 – 6 m
Einbaudicke: 2 cm

Einbaumaterial
Deckschicht: Microville® Mischgut (DSH-V) (0/8) mit Bitumenemulsion (PmB)

Maschineneinsatz
WIRTGEN Kaltfräse
SUPER 1800-2 mit SprayJet Modul und der Einbaubohle AB 600-2 TV
2 HAMM Walzen DV 70 VO
1 HAMM Walze HW 90

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