Diese Maschine ist der Hammer!

In großer Arbeitsbreite einbauen und dabei ein hochwertiges Asphaltpaket herstellen, das einer hohen Verkehrsbelastung standhält – die Bedingungen von einem der ersten Einsätze für den neuen SUPER 3000-3i könnten kaum herausfordernder sein.

Auf der Autobahn A 96 arbeitete das neue Flaggschiff von VÖGELE in Kombination mit der ebenfalls neuen starren Bohle SB 350 in einer variierenden Breite von 14 – 16 m. Damit bleibt die starre Bohle SB 350 rund 2 m unter ihrer Maximalbreite von weltrekordverdächtigen 18 m. Die neuen Spitzentechnologien von VÖGELE wussten dabei zu überzeugen – und zwar auf ganzer Breite.

Starke Leistung, riesiges Einsatzspektrum

Die Autobahn A 96 verbindet den Autobahnring München – die A 99 – mit der südwestlich gelegenen Bodensee-Region und ist eingebunden in das europäische Fernstraßennetz. Besonders der Streckenabschnitt im Großraum München ist mit bis zu 78.300 Fahrzeugen (Stand 2015) stark frequentiert. Dies macht den Ausbau der A 96 von 2 auf 3 Fahrstreifen je Richtungsfahrbahn auf einer Länge von 8,9 km erforderlich. Zur Baumaßnahme gehören auch zahlreiche flankierende Ingenieursbauwerke, die vor allem dem Lärmschutz des dichtbesiedelten Münchner Umlands dienen. Bei den Asphaltarbeiten gab der Auftraggeber, die Autobahndirektion Südbayern, in der Ausschreibung vor, dass beide Richtungsfahrbahnen nahtlos einzubauen sind. Damit war die Baumaßnahme prädestiniert für den neuen SUPER 3000-3i von VÖGELE in Diensten der Richard Schulz Tiefbau GmbH & Co. KG. Das Bauunternehmen aus Neuburg in Bayern ist erfahren darin, in großer Breite zu arbeiten und bevorzugt diese Bauweise gegenüber dem Einbau in mehreren Bahnen heiß an heiß. „Der komplett nahtlose Einbau ist ein Beitrag für die Qualität von Fahrbahnen“, ist Oberbauleiter Eyup Kandemir überzeugt.

16 m breiter Einbau mit der neuen starren Bohle SB 350

Für die Baumaßnahme bei München hatte Richard Schulz Tiefbau den SUPER 3000-3i als Testmaschine erhalten. Ansonsten arbeitet das Einbauteam mit einem SUPER 2500, dem Vor-Vorgänger des neuen VÖGELE Flaggschiffs. Ausgestattet mit der Einbaubohle SB 350 brachte die Top-Innovation einen Vorteil mit auf die Baustelle, der viele Arbeitsstunden einsparen half: Mit den neuen Ausziehanbauteilen der SB 350 steigt die Variabilität auf 2,5 m (je 1,25 m rechts und links). „Wir mussten die Bohle kein einziges Mal umbauen, obwohl die Einbaubreite zwischen 14 und 16 m variierte. Das hätte mit der bisherigen Technik nicht funktioniert“, so Kandemir. Der Einbau des Asphaltpakets zeigte nur einen kleinen Teil des möglichen Spektrums der neuen Bohle: Die Tragschicht wurde in zwei Lagen von jeweils 11 cm Stärke hergestellt, die Binderschicht maß 8,5 cm. Die Deckschicht wird erst nach der Fertigstellung verschiedener Lärmschutzmaßnahmen eingebaut. „Auch wenn die Baustelle auf der A 96 schon sehr beeindruckend war, war hier nur ein Teil des möglichen Spektrums der SB 350 gefordert. Man kann mit ihr auch Frostschutzschichten bis 50 cm Stärke und Deckschichten bis 18 m Breite herstellen“, berichtet Björn Westphal, der für den SUPER 3000-3(i) verantwortliche Produktmanager bei VÖGELE.

Reibungsloser Bauablauf bereits beim ersten Einsatz

Besondere Bedeutung kommt bei Großbaustellen der Logistik zu. Auf der A 96 galt es, 2.500 t pro Arbeitsschicht einzubauen und dabei den Verkehr dieser Hauptverkehrsader im Großraum München möglichst wenig zu stören. Um diese Anforderungen zu erfüllen, setzte Richard Schulz wie vorgeschrieben einen VÖGELE Beschicker MT 3000-2i Offset ein und verlagerte den Einbau in die Abend- und Nachtstunden: Während der Beschicker für kurze Entladezeiten des Mischguts sorgte, half der späte Arbeitsbeginn um 16 Uhr dabei, die Umlaufzeiten der LKW zwischen Mischanlage und Baustelle von ca. 70 auf 40 Minuten zu reduzieren. „Eingebaut haben wir mit einer Geschwindigkeit von 2 – 3 m/min. und haben in jeder Arbeitsschicht rund 2.500 t Asphalt verarbeitet. Es war deutlich spürbar, dass der SUPER 3000-3i dabei noch große Leistungsreserven hatte“, erklärte Kandemir. Damit deutete sich eindrucksvoll an, dass das VÖGELE Flaggschiff auch für weitaus größere Herausforderungen bereit ist. Die Einbaustrecke des SUPER 3000-3i wies auch 3 Unterbrechungen durch Brückenbauwerke auf. Genau für solche Zwecke hat VÖGELE AutoSet Plus entwickelt. Mit der Umsetzfunktion lassen sich aktuell eingestellte Einbauparameter abspeichern. Mit nur einem Knopfdruck auf die Execute-Taste wird der Fertiger schnell und sicher auf das Umsetzen vorbereitet und anschließend mit einem erneuten Tastendruck wieder in die zuvor gespeicherte Arbeitsposition gebracht. Das spart wertvolle Zeit und verhindert wirkungsvoll Schäden am Fertiger.

Herr Kandemir, Sie sind Oberbauleiter bei der Richard Schulz Tiefbau GmbH & Co. KG – einem mittelständischen Bauunternehmen, das viel Erfahrung darin hat, in großer Arbeitsbreite einzubauen. Was sind die Vorteile davon?

Für uns ist das klar ein Beitrag für die Qualität von Fahrbahnen. Der nahtlose Einbau bringt aus unserer Sicht Vorteile gegenüber dem Einbau in mehreren Bahnen heiß an heiß, weil es gar keine Nähte gibt. Deshalb bauen wir wo immer möglich in nur einer Bahn ein – auch, wenn in großer Breite gearbeitet werden muss. 10 m und mehr sind für mich und mein Einbauteam Routine!

Worauf kommt es beim Einbau in großer Breite an?

Bereits die Baustellenvorbereitung ist von großer Bedeutung. Wie viele Mischanlagen und wie viele LKW werden benötigt, um eine reibungslose Baustellenlogistik hinzubekommen? Bei dieser Planung sollte nichts schief gehen. Auf der A 96 haben wir das so gelöst, dass wir in den Abendstunden bis in die frühen Morgenstunden gearbeitet haben. So konnten wir bei der Umlaufzeit der LKW 30 Minuten einsparen. Auf der Baustelle selbst ist das Wichtigste, dass die Ebenheit über die gesamte Fahrbahn stimmt. Dazu muss die Bohle sehr stabil sein, natürlich bis ganz nach außen. Hier setzt die neue starre Bohle SB 350 einen neuen Maßstab. Da zeigt VÖGELE mal wieder ganz klar seine Technologieführerschaft. Revolutionär fanden wir die riesigen hydraulischen Ausziehanbauteile. Damit kann die Einbaubreite um insgesamt 2,5 m in der Breite verstellt werden. Das hat uns bei dieser Baumaßnahme extrem geholfen. Da hier oft die Arbeitsbreite innerhalb eines Teilstücks zwischen 14 und 16 m variierte, konnten wir mit der neuen Bohle ohne Umbau durchgängig einbauen. Das hätte mit der bisherigen Technik nicht funktioniert. So haben wir viel Zeit gespart und natürlich macht sich so ein stoppfreier Einbau auch bei der Ebenheit der hergestellten Fahrbahnen bemerkbar, die ausgezeichnet ist.

Das heißt, die Anforderungen an die Maschinentechnik sind sehr hoch. Hat neben der neuen starren Bohle SB 350 auch der neue Fertiger SUPER 3000-3i überzeugt?

Meine Jungs und ich sagen dazu ganz klar ja. Die Leistungsfähigkeit hat uns begeistert, und damit meine ich nicht alleine die Motorleistung. Der SUPER 3000-3i arbeitet auch in Sachen Materialfluss absolut präzise und dosiert das Material immer perfekt. Der neue Materialtransport, bei dem das gesamte Chassis in der Höhe verstellt werden kann, sorgte für eine perfekte Materialvorlage bei allen Schichtstärken. Im Vergleich zu unserem größten Fertiger im Fuhrpark – einem SUPER 2500, also sozusagen dem Vor-Vorgänger – strahlt der SUPER 3000-3i puren Fortschritt aus. Unser Fertigerfahrer und die Bohlenbediener waren begeistert von ihren „neuen Arbeitsplätzen“ und vor allem dem intuitiven ErgoPlus 3 Bedienkonzept mit den einfachen Konsolen. Damit war der neue Fertiger von Anfang an für uns beherrschbar. Dieser Punkt ist sicher ein entscheidender. Heutzutage hat man viel wechselndes Personal und da ist es wichtig, dass die Bediener schnell mit der Maschine vertraut sind und sich voll auf das Wesentliche, also den Einbau, konzentrieren können. Besonders wenn man in so großen Breiten einbaut, können kleine Bedienfehler schon große Wirkung auf den Zeitplan haben. Meine Jungs und ich waren echt begeistert vom neuen SUPER 3000-3i. Diese Maschine ist einfach der Hammer!

EN DE