Auf der Ideallinie durch den Verkehrskreisel

SUPER 1803-2 baut präzise und zuverlässig eine Kreiselfahrbahn.

Der Bau von Kreiseln ist im Straßenbau eine beachtliche Herausforderung, für die beste Maschinentechnik gefragt ist. Mit der richtigen Fertigertechnologie und Baustellenlogistik können solche Aufgaben reibungslos abgewickelt werden – selbst dann, wenn enge Radien hergestellt werden müssen. Dies konnte das Bauunternehmen Vogel-Bau beim Bau eines Verkehrskreisels im süddeutschen Achern eindrucksvoll beweisen. Mit dem VÖGELE Radfertiger SUPER 1803-2 kam das Einbauteam präzise durch die 360°-Kurve.

In vielen Ländern sind Kreisel aus dem Straßenbild nicht wegzudenken. Auch in Deutschland, wo sie lange in Vergessenheit geraten waren, setzen Stadtplaner zunehmend auf die runden, »ampellosen« Verkehrsknotenpunkte. Nicht zuletzt, weil so Staus und Unfälle reduziert werden können. In Achern wurde eine Kreuzung in einen Kreisel umgewandelt. Eine Aufgabe, bei der die Schwarzwälder Vogel-Bau GmbH aus Lahr die Vorteile des leistungsstarken Radfertigers SUPER 1803-2 voll ausspielen konnte.

SUPER 1803-2 bringt Power auf die Straße

Ein entscheidender Punkt beim Bau von Kreiseln ist die Traktion. Nur wenn der Fertiger seine Motorleistung auch nutzen kann und die Räder nicht durchdrehen, ist exaktes arbeiten möglich. Beim Radfertiger SUPER 1803-2 stellen eine Reihe verschiedener Merkmale hervorragende Traktionswerte sicher. Dazu zählen ein optimaler, tief liegender Schwerpunkt bei bestmöglicher Gewichtsverteilung und die große Auflagefläche der hinteren Antriebsräder sowie die ebenfalls breiten Vorderräder aus Vollgummi.

Zugkraftregler verteilt die Zugkraft optimal auf die Räder

Der SUPER 1803-2 ist, wie alle VÖGELE Radfertiger, mit Einzelantrieben für die Antriebsräder ausgestattet, die unabhängig voneinander geregelt werden. Der Radfertiger ist in den Antriebsvarianten 6x4 (Standard) und 6x6 (Option) erhältlich. Durch diesen Vierrad- beziehungsweise Allradantrieb ist jederzeit maximale Zugkraft gegeben. Das Kernstück des intelligenten Fahrwerkkonzepts ist eine – genau auf den Fertiger zugeschnittene – elektronische Zugkraftregelung. In Verbindung mit einem elektronischen Sperrdifferential sorgt sie für die optimale Verteilung der Zugkraft auf alle Antriebsräder. Dem Lenkeinschlag entsprechend stimmt der Zugkraftregler die Leistung der Einzelantriebe genau aufeinander ab und hält so die Geschwindigkeit auch bei der Kurvenfahrt im Kreisel konstant.

Statisch bestimmtes Räderfahrwerk sorgt jederzeit für Bodenkontakt

Für ununterbrochenen Bodenkontakt aller Räder sorgt das bewährte, statisch bestimmte Fahrwerk mit Dreipunkt-Lagerung, eine Besonderheit der VÖGELE Radfertiger. Bestandteile des statisch bestimmten Fahrwerks sind die starr gelagerten Hinterräder und die vier pendelnd aufgehängten Vorderräder. Unebenheiten in der Fahrbahn werden in Querrichtung durch eine Pendelachse und in Längsrichtung durch Wippenlagerung kompensiert. Dies sind beste Voraussetzungen für den Fertiger, in jeder Einbausituation sicheren Bodenkontakt zu bewahren. Auf der Kreiselbaustelle in Achern war dies ein großes Plus.

Wenderadius von nur 6,5 m

Auch mit seiner Wendigkeit konnte der SUPER 1803-2 auf der Kreiselbaustelle punkten. Mit dem kleinen Außenwenderadius von lediglich 6,5 m hat der Fertiger leichtes Spiel beim Rangieren und Lenken. Das Einbauteam überzeugte aber nicht nur die Wendigkeit und die hervorragende Traktion, sondern die gesamte Leistungsfähigkeit der 129 kW starken Maschine. So war der Einbau der 4 cm dicken Asphalt- Deckschicht auf der 1.200 m² großen Kreiselfahrbahn und den Anschlüssen der abzweigenden Straßen innerhalb kürzester Zeit erledigt.

Exakte Bohlensteuerung dank ErgoPlus®

Mit dem engen Radius kam der Radfertiger bestens zurecht. Für eine hohe Stabilität der Ausziehbohle AB 500-2 TP1 sorgte die präzise Einrohr-Teleskopführung.

Bei einer kniffligen Baumaßnahme wie dem Bau eines Verkehrskreisels zeigen sich auch schnell die Vorteile des benutzerfreundlichen Bedienkonzepts ErgoPlus®. An den Schnittstellen zwischen den Zubringerstraßen und der Kreisfahrbahn verändert sich die Arbeitsbreite ständig – typisch auch für viele weitere innerstädtische Baustellen. In solchen Bereichen macht sich die bequeme Bohlenbedienung durch ErgoPlus® gleich mehrfach bezahlt. „Die Bedienung ist supereinfach“, so Bohlenbediener Reinhard Beck von Vogel-Bau. „Die großen Tasten der Bedienkonsole sind spitze. Man drückt immer die richtige Taste, ohne den Blick von der äußeren Fahrbahnkante abwenden zu müssen.“ Die Ausziehbohle AB 500-2 TP1 variiert präzise zwischen den geforderten Arbeitsbreiten und trägt somit zur hohen Einbauqualität bei, die Anwender bei VÖGELE so schätzen.

Maximale Flexibilität für den Fertigerfahrer

Ein anderer Punkt war für den Maschinenfahrer Michael Kornmeier wichtig. Er hat im Laufe des Einsatzes in Achern mehrfach die Seiten auf der Bedienplattform des SUPER 1803-2 gewechselt. Mal musste er sich links an der Innenkante der Verkehrsinsel orientieren, mal an den Bordsteinen rechts neben dem Fertiger. Mit ErgoPlus® ist dieser Seitenwechsel völlig entspannt machbar. Für Kornmeier ein wichtiger Punkt: „Die Fahrer-Bedienkonsole lässt sich butterweich über die gesamte Breite verschieben und ist im Handumdrehen auf der anderen Seite fixiert.“ Der Fahrer kann dadurch seinen Fertiger stets ergonomisch optimal und zugleich sicher bedienen.

Einbauteam ist rundum begeistert

Die Mannschaft von Vogel-Bau konnte sich davon überzeugen, mit dem SUPE R 1803-2 genau die richtige Maschine für mittelgroße Einsätze im Maschinenpark zu haben, bei denen hohe Einbauleistung gepaart mit großer Wendigkeit und Manövrierfähigkeit gefragt sind. Dies bestätigte auch der Vorarbeiter von Vogel-Bau, Peter Kreusch: „Dieser Radfertiger macht uns die Arbeit sehr einfach. Der Einsatz in Achern hat dies klar bewiesen.“ Für den Straßenbauprofi ist der VÖGELE Radfertiger sogar „der beste Fertiger, mit dem ich in meinen 25 Jahren im Straßenbau gearbeitet habe. Vor allem das neue Bedienkonzept ErgoPlus® macht die Bedienung sehr einfach und zuverlässig.“ Auch der Auftraggeber war mit der hergestellten Qualität und dem hohen Tempo von Mannschaft und Maschine hochzufrieden.

Die Vorteile von Verkehrskreiseln im Überblick

  • Im Vergleich zu herkömmlichen Verkehrsknotenpunkten erhöhen Kreisel die Verkehrssicherheit, da die Verkehrsteilnehmer nur mit niedriger Geschwindigkeit einbiegen können und eine größere Übersichtlichkeit gegeben ist.
  • Zudem ist die Anzahl an Konfliktpunkten weitaus geringer. Kommt es dennoch zu Unfällen, laufen diese glimpflicher ab – es bleibt zumeist bei Blechschäden.
  • Verkehrskreisel verbessern den Verkehrsfluss, indem die Wartezeit gegenüber Lichtsignalanlagen reduziert wird. Das Verkehrsaufkommen wird mit einem Minimum an Stau besonders effizient bewältigt.
  • Dies kommt besonders der Umwelt zugute, da weniger Abgasemissionen entstehen.
  • In Verkehrskreisel können auch mehr als vier Zufahrtsstraßen einfach integriert werden. Ein weiterer Vorteil: Selbst für größere Fahrzeuge besteht eine sichere Wendemöglichkeit.
  • Es müssen keine Lichtsignalanlagen gewartet werden. Dies erhöht die Wirtschaftlichkeit von Verkehrskreiseln.

Verkehrskreisel im europäischen Vergleich: England gilt als »Mutterland«

Ein Einbauergebnis, das sich sehen lassen kann: Mit seinem VÖGELE Fertiger stellte das Einbauteam eine absolut ebene Fläche in Top-Qualität her.

In vielen Ländern Europas sind Verkehrskreisel aus dem Straßenbild nicht wegzudenken. Besonders in Großbritannien, Frankreich, Spanien und in der Schweiz sind sie weitverbreitet. Kein Wunder, verfügen sie doch gegenüber Kreuzungen über zahlreiche Vorteile (siehe oben). Verkehrsexperten sind sich einig, dass England nicht nur als das »Mutterland« des Fußballs, sondern auch als das des Verkehrskreisels gilt. Die Engländer schleusen durch ihre Groß-Roundabouts mit dreispuriger Zuführung täglich bis zu 60.000 Autos. In Deutschland war diese Art, Verkehrsknotenpunkte zu organisieren, jahrzehntelang in Vergessenheit geraten. Seit den 60er Jahren setzten Planer lieber auf Signaltechnik, und Ampelanlagen trennten die sich ins Gehege kommenden Verkehrsströme. Erst seit gut 15 Jahren erleben Verkehrskreisel eine Renaissance. Verkehrsplaner kehren vermehrt zu den »ampellosen« Kreuzungen zurück, Tendenz steigend.

Frankreich ist das Land, das mit 20.000 »Ronds-Points« die Heimat von über der Hälfte aller weltweiten Verkehrskreisel ist. Es gibt hier kaum eine Ortseinfahrt ohne Kreisel, selbst wenn gar keine Abzweigungen bestehen. Dadurch machen sich die Verkehrsplaner den Umstand zunutze, dass die Verkehrsteilnehmer vor der Einfahrt abbremsen müssen und somit langsamer in bewohnte Gebiete fahren. Der wohl berühmteste Rond-Point des Landes führt um den Arc de Triomphe in Paris herum.

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