SUPER 1800-3i SprayJet im Detail

Der SUPER 1800-3i SprayJet

Die VÖGELE SprayJet Technologie hat sich über viele Jahre hinweg bewährt und wird in vielen Märkten dieser Welt bei Sanierungs- und Neubauaufgaben eingesetzt. Der neue VÖGELE SprayJet verfügt über eine große Bandbreite beeindruckender Innovationen. Von zentraler Bedeutung ist hierbei die Integration der Bedienung des Sprühmoduls in das VÖGELE Bedienkonzept ErgoPlus 3.

Das Modul ist als eine in sich geschlossene funktionale Einheit konzipiert. Dank dieser Modulbauweise ist der SUPER 1800-3i SprayJet einfach zu warten und kann sowohl als Sprüh- wie auch als normaler Standardfertiger eingesetzt werden. Seine maximale Sprühbreite beträgt 6,00 m. Als Standardfertiger ohne Sprühfunktionalität beträgt die maximale Einbaubreite sogar 9,00 m.

Selbstverständlich bietet der Fertiger auch alle „Strich 3“- Features. Das VÖGELE EcoPlus Paket bewirkt beispielsweise eine signifikante Verringerung des Kraftstoffverbrauchs sowie der Schallemissionen. Die AutoSet Plus Funktionen sorgen für ein sicheres und schnelles Umsetzen auf der Baustelle und erlauben das Speichern individueller Einbauprogramme.

Mit dem SUPER 1800-3i SprayJet präsentiert VÖGELE einen weltweit einzigartigen Sprühfertiger für den Einbau von Dünnschichten und konventionellen Deck- und Binderschichten.

Anwendungsgebiete des VÖGELE Sprühfertigers

Der SUPER 1800-3i SprayJet bietet vielen Straßen- und Tiefbauunternehmen eine hervorragende Möglichkeit, ihren Straßenfertiger in unterschiedlichsten Anwendungsgebieten zum Einsatz zu bringen – ob als klassischer Fertiger der oberen Mittelklasse oder als Sondermaschine für Spezialaufgaben.

Denn der SUPER 1800-3i SprayJet bietet immer die ideale Maschinentechnik. Die Grundlage hierfür ist das modulare Maschinenkonzept von VÖGELE. So kann die Maschine entweder mit Sprühmodul oder mit geringem Umbauaufwand auch ohne SprayJet Modul als klassischer Straßenfertiger eingesetzt werden.

Heißeinbau von Dünnschichten auf Versiegelung (DSH-V)

Diese Bauweise stellt eine kostengünstige Asphaltbauweise zur Deckschichtsanierung und -erneuerung dar. Das Bauverfahren eignet sich für alle Verkehrsflächen. Die Schichtdicke beträgt in der Regel nur 1,2 bis 2,0 cm. Die Einsparung von teurem Deckschichtmaterial macht diese Methode sehr wirtschaftlich. Da beim Einbau von Dünnschichten das kostenintensive Anpassen von Randeinfassungen oder Einbauten entfällt, ist die Bauweise im kommunalen Bereich sehr interessant.

Beim Einbau von Dünnschichten auf Versiegelung mit dem SUPER 1800-3i SprayJet ist die Einbaugeschwindigkeit um das drei- bis fünffache höher als beim konventionellen Asphalteinbau. Das Aufsprühen der Bitumenemulsion und der Einbau der Asphaltdecke geschieht mit der VÖGELE Maschine in einem Arbeitsgang. Baufahrzeuge können somit den Bindemittelfilm nicht überfahren und dadurch beschädigen.

Vorteile des Verfahrens

Kosteneinsparung

  • Geringe Schichtdicke spart bis zu 50 % der Mischgutkosten.
  • Kostenintensive Anpassungen von Randeinfassungen entfallen.
  • Die angesprühte Fläche kann beim Einsatz eines Sprühfertigers nicht von anderen Fahrzeugen überfahren werden, somit bleiben umliegende Straßen sauber und brauchen nicht gereinigt zu werden.
  • Zügiger Baufortschritt und schnelle Befahrbarkeit reduzieren die Bauzeit.

Hohe Qualität

  • Schichtenverbund sowie perfekte Abdichtung und Schutz der vorhandenen Unterlage ermöglichen eine lange Lebensdauer der Straße.
  • Hohe Anfangs- und Langzeitgriffigkeit der sanierten Straße.

Binder- und/oder Deckschichteinbau mit Vorsprühen

Diese klassische Bauweise ist eine in vielen Ländern bekannte Methode zur Verkehrsflächensanierung. Bisher wird dabei häufig mit Hilfe von Vorspritzmaschinen Bitumenemulsion vorgesprüht, aus der dann über Nacht das Wasser verdampfen kann. Es bleibt nur noch der Bitumenfilm übrig, der anschließend mit einer Deck- oder Binderschicht überbaut wird. Der hohe Zeit- und Maschinenbedarf ist dabei ein nicht unerheblicher Nachteil dieser Methode.

Auch die Verschmutzung von umliegenden Flächen, Straßen und Einfassungen durch traversierende Transportfahrzeuge ist ein Problem, das nach Möglichkeit umgangen werden sollte. Mit Hilfe der VÖGELE SprayJet Technik gehören diese Probleme der Vergangenheit an. Denn bei der VÖGELE Technik wird der frisch aufgetragene Emulsionsfilm direkt im Anschluss mit Asphalt überbaut.

Die Sanierung von Straßen unter Verwendung von offenporigen Asphalten (OPA) gewinnt in vielen Ländern immer mehr an Bedeutung. Insbesondere aus Lärmschutzgründen wird dieses Verfahren mittlerweile sehr häufig eingesetzt, auf kommunalen Straßen genauso wie auf Autobahnen.

Der VÖGELE SprayJet Fertiger mit seiner speziellen Sprühtechnologie hat auf unzähligen Baumaßnahmen rund um den Globus bewiesen, dass er in qualitativer Hinsicht und auch unter wirtschaftlichen Aspekten die perfekte Maschine für jedes Straßenbauunternehmen darstellt.

Das passiert beim „Brechen der Bitumenemulsion“

Wenn die auf 70 bis 80 °C vorgeheizte Bitumenemulsion aufgesprüht wird, beginnt bereits das Wasser zu verdampfen. Kommt die Emulsion dann mit dem über 100 °C heißen Mischgut in Kontakt, verdampft der restliche Wasseranteil spontan. So erfolgt das sogenannte „Brechen der Emulsion“ beim Einsatz der VÖGELE SprayJet Technik.

1. Vorbereitete Grundlage: gefräste Fläche oder neu eingebaute Binderschicht.

2. Auftragen der zwischen 70 und 80 °C heißen Bitumenemulsion durch den Sprühfertiger.

3. Einbauen einer Deck- oder Binderschicht. Die Bitumenemulsion „bricht“ sofort, weil das heiße Asphaltmischgut das Wasser verdampfen lässt. Zurück bleibt ein fest haftender Bitumenfilm.

4. Eventuell noch verbliebenes Wasser aus der Bitumenemulsion verdunstet durch die „offenen Poren“ der Asphaltschicht.

Das VÖGELE SprayJet Modul

  • Die wirkungsvolle Isolierung und die integrierte elektrische Heizung (2 x 7 kW) hält die Emulsion auf Verarbeitungstemperatur.
  • Das Fassungsvermögen des Emulsionstanks ist für mehr Reichweite auf 2.100 l erhöht worden.
  • In das Modul integrierte Druckluftanlage.
  • Alle wichtigen Wartungspunkte sind selbst bei aufgebautem Sprühmodul durch große Wartungsklappen frei zugänglich.
  • Die Gas-Zusatzheizung bringt zu kalt angelieferte Bitumenemulsion schnell auf Temperatur.
  • Eine beheizte Emulsionspumpe lässt die Bitumenemulsion im Tank zirkulieren und hält sie dadurch permanent in einem homogenen Zustand.
  • Alle Kreisläufe werden automatisch über elektronisch gesteuerte Kugelhähne geschaltet.
  • Ein zusätzlicher Einfüllstutzen auf der linken Seite bietet beim „Strich 3“-Sprühmodul mehr Flexibilität beim Nachtanken.

Die Sprühtechnik

Der VÖGELE SprayJet Fertiger ist mit fünf Sprühbalken ausgestattet. Der vordere Sprühbalken besitzt sechs Sprühdüsen. Er ist unmittelbar hinter dem Abdruckbalken zwischen den Raupenfahrwerken platziert. Rechts und links sind jeweils zwei bewegliche Sprühbalken mit sieben Düsen je Seite angebracht. Direkt hinter den Raupenlaufwerken ist jeweils ein kurzer Balken mit je zwei Düsen angebracht. Diese Anordnung der Sprühbalken ermöglicht einen lückenlosen Emulsionsauftrag auch bei wechselnden Arbeitsbreiten. Die Sprühmenge lässt sich dabei exakt im Bereich von 0,3 bis 1,6 kg/m² dosieren.

Beim Sprühvorgang sprühen die SprayJet Düsen nicht kontinuierlich, sondern im Impulsbetrieb. Die Sprühimpulse werden abhängig von der eingestellten Emulsionsmenge, der Einbaugeschwindigkeit und der Einbaubreite automatisch gesteuert. So wird ein gleichmäßiger, flächendeckender Emulsionsfilm ohne Überlappungen aufgetragen.

Das Aufbringen der Emulsion erfolgt bei einem äußerst geringen Sprühdruck von maximal 3 bar. In Kombination mit den hochwertig konstruierten Sprühdüsen wird dadurch ein sauberes und umweltschonendes Arbeiten ermöglicht.

Perfekte Dosierbarkeit auch kleinster Sprühmengen

Das SprayJet Modul lässt sich problemlos von sehr geringen Sprühmengen bis zu großen Dosierungen regulieren. Das Spektrum reicht von 0,3 bis 1,6 kg/m²* Emulsionsauftrag. Die Sprühmenge und Einbaubreite lässt sich unabhängig von der Einbaugeschwindigkeit einstellen. Die Möglichkeit, Emulsion bereits ab äußerst sparsamen 0,3 kg/m² exakt aufzubringen, macht die SprayJet Technologie einzigartig. Zu beachten ist, dass die Sprühmenge abhängig von der Art der Emulsion, ihrer Viskosität und der Temperatur bei der Verarbeitung ist.

Am farbigen Touchscreen-Display des Moduls erhält der Bediener alle wichtigen Informationen und kann die gewünschte Sprühmenge sehr einfach eingeben.

Drei verschiedene Düsen-Typen sind für die Sprühbalken des SprayJet Fertigers verfügbar: 07er-Düsen, 10er-Düsen und 16er-Düsen, wobei die 10er die Standarddüsen sind. Die 07er-Düsen haben einen Durchsatz von etwa 70 % im Vergleich zu den Standarddüsen, die 16er-Düsen entsprechend 160 %.

Düse/Spritzdruck Menge Spritzflecklänge
07/2 bar 0,3 - 0,5 kg/m²* 40 - 60 mm
10/2,5 - 3 bar 0,5 - 1 kg/m²* 40 - 60 mm
16/2,5 - 3 bar 1 - 1,6 kg/m²* 50 - 80 mm

*Die Sprühmenge pro m² muss entsprechend der angewendeten Emulsion oder des Haftklebers ermittelt werden. Sie ist von deren Konsistenz, Temperatur sowie vom verwendeten Sprühdüsensatz abhängig.

Der Standard-Emulsionstank

Der SUPER 1800-3i SprayJet verfügt in der Standardausführung über einen 2.100 Liter fassenden Emulsionstank. Die Befüllung des Tanks mit Bitumenemulsion sollte grundsätzlich mit heißer Emulsion erfolgen. Damit die Emulsion auf Verarbeitungstemperatur gehalten wird, verfügt der Tank über eine integrierte Heizung (2 x 7 kW). Zusätzlich verhindert die gute Isolierung Wärmeverluste.

Um das Verbrennen von Emulsion zu verhindern, sind Sensoren eingebaut, die den Heizvorgang bei zu niedrigem Füllstand automatisch abschalten. Die Heiztemperatur lässt sich mit Hilfe eines Reglers zwischen 0 °C und 80 °C einstellen. Wurde die Emulsion zu kalt angeliefert, kann sie mit Hilfe einer Gas-Zusatzheizung schnell auf Temperatur gebracht werden.

Um die Bitumenemulsion in einem homogenen Zustand zu halten, verfügt der Tank des SUPER 1800-3i SprayJet über eine leistungsfähige beheizte Emulsionspumpe. Sie hält die Emulsion in Zirkulation, außerdem kann sie auch zur Befüllung des Tanks verwendet werden. Sie ersetzt die Pumpe eines Tankwagens und kann bis zu 270 l Emulsion pro Minute in den Tank fördern.

Der Zusatz-Emulsionstank

Für Anwendungen, bei denen besonders große Mengen Emulsion aufgetragen werden müssen, lässt sich der VÖGELE Fertiger mit einem zusätzlichen Tankmodul ausrüsten. In dem optional erhältlichen Modul können weitere 5.000 l bevorratet werden. Das bedeutet, dass insgesamt 7.100 l Emulsion für den Einbau zur Verfügung stehen. Platz findet der Zusatztank im Materialbunker des Fertigers.

Eine komplett autark arbeitende Dieselheizung mit 30 kW Heizleistung ist in das Tankmodul integriert und hält die Emulsion vollautomatisch auf optimaler Temperatur. Zusätzlich verfügt das Modul über eine eigene Pumpe. Diese sorgt für die Umwälzung der Emulsion und hält sie damit in einem homogenen Zustand. Fällt das Volumen im Standard-Emulsionstank unter 1.000 l, wird automatisch Emulsion aus dem Zusatz-Emulsionstank nachgepumpt.

Ist der Fertiger mit dem Zusatztank ausgerüstet, erfolgt die Mischgutversorgung durch einen Beschicker. Ein Einfülltrichter im Tankmodul befördert das Material direkt auf die Kratzerbänder.

Das Antriebskonzept — effizient und leistungsfähig bei kleinem Verbrauch

  • Das moderne VÖGELE Antriebskonzept ist perfekt auf das vielseitige Einsatzspektrum des Super 1800-3i SprayJet abgestimmt.
  • Der Special Class Fertiger verfügt über einen äußerst kraftvollen Antrieb, wenn höchste Leistung gefordert wird, und ist äußerst sparsam im Alltagseinsatz.
  • Der Prämisse folgend mit kleinem Input maximalen Output zu erzielen, wurden alle Antriebskomponenten vom Dieselmotor bis hin zur Hydraulik auf maximale Effizienz ausgelegt.
  • Zusätzlich sorgen weitere Innovationen wie das intelligente Motormanagement mit ECO Mode und die VÖGELE Eco Plus Funktion für einen geringen Dieselverbrauch und geräuscharmen Betrieb.

Volle Power, intelligente Technik

Drei Hauptkomponenten bilden die Antriebseinheit des SUPER 1800-3i SprayJet: der groß dimensionierte Mehrfeldkühler, ein moderner, flüssigkeitsgekühlter Dieselmotor und ein direkt am Motor angeflanschtes Pumpenverteilergetriebe.

Die treibende Kraft des VÖGELE Powerpacks ist der leistungsstarke Cummins Dieselmotor vom Typ QSB6.7-C164. Dieser Sechszylinder leistet bei 2.000 U/min 125 kW. Für viele Anwendungen ist aber schon die spritsparende ECO -Stufe ausreichend. Dabei stehen dem SUPER 1800-3i SprayJet immer noch satte 121 kW zur Verfügung. Bei nur noch 1.700 U/min läuft die Maschine dann zudem besonders leise.

Ein groß dimensionierter Mehrfeldkühler sorgt dafür, dass die Antriebseinheit stets ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten kann. Zusammen mit der innovativen Luftführung und dem geregelten Lüfter, werden die Temperaturen durchgehend im optimalen Bereich gehalten, was maßgeblich zur Langlebigkeit von Dieselmotor und Hydrauliköl beiträgt. Ein weiterer Vorteil: Die Maschine kann problemlos in allen Klimaregionen dieser Welt betrieben werden.

Alle hydraulischen Verbraucher werden direkt über das Pumpenverteilergetriebe mit Hydrauliköl versorgt. Die Pumpen und Ventile sind an einer Stelle zusammengefasst und somit für Wartungsarbeiten bestens zugänglich.

Selbst der leistungsstarke Generator für die Bohlenheizung ist direkt am Pumpenverteilergetriebe angeflanscht und dank integrierter Ölkühlung komplett wartungsfrei und sehr leise.

  • Die Maschinen mit dem Zusatz „i“ in der Produktbezeichnung sind nicht nur sparsam, sondern auch äußerst sauber.
    Das „i“ steht für „intelligent emission control“ und bezeichnet alle Maschinen der WIRTGEN Group, die mit der modernsten Motorentechnik ausgestattet sind. Diese Motoren erfüllen die strengen Richtlinien der geltenden Abgasgesetzgebung.
  • Leistungsstarker Cummins Dieselmotor mit 125 kW.
  • ECO-Stufe mit 121 kW reduziert Betriebskosten und ermöglicht besonders leisen Betrieb.
  • Ölgekühlter, leistungsstarker Generator mit Direktantrieb sorgt für ein schnelles und gleichmäßiges Aufheizen der Einbaubohle.

Effiziente Umsetzung der Antriebsenergie

Hochwertige hydraulische Einzelantriebe sind wesentliche Komponenten unseres Antriebskonzeptes. Mit ihnen arbeiten unsere Fertiger enorm wirtschaftlich auf hohem Leistungsniveau.

Die Antriebe sind direkt in die Turasse integriert und erreichen so eine verlustfreie Umsetzung von Antriebsleistung in Einbaugeschwindigkeit.

  • Die Hydrauliksysteme des Fahrantriebs, der Materialförderung und -verteilung sowie der Verdichtungsaggregate sind in unabhängigen geschlossenen Kreisen angelegt und erzielen dadurch den bestmöglichen Wirkungsgrad.
  • Das lange Raupenfahrwerk sorgt durch eine große Bodenauflage für maximale Traktion. Somit ist ein konstanter Vortrieb auch in schwierigem Gelände gewährleistet.
  • Beständiger Geradeauslauf und präzise Kurvenfahrt durch elektronisch geregelte Einzelantriebe in beiden Raupenfahrwerken.

Die Vorteile der neuen „Strich 3“-Generation

Der SUPER 1800-3i SprayJet kann jederzeit als Sprühfertiger genauso wie als konventioneller Standardfertiger eingesetzt werden. Vollkommen unabhängig von der Anwendung bietet die Maschine der Bedienmannschaft immer die große Vielfalt der Vorteile, die sich aus dem Innovationsvorsprung der „Strich 3“-Maschinengeneration ergeben.

Die daraus resultierenden Vorteile sind insbesondere bei Baumaßnahmen im innerstädtischen Bereich von großer Bedeutung. Dank der Automatikfunktionen von AutoSet Plus werden wichtige Umsetz- und Einbaufunktionen automatisiert – dies spart nicht nur Zeit, sondern steigert die Prozesssicherheit ebenso wie die Einbauqualität.

So unterschiedlich die „Strich 3“-Features auch sind, so haben sie doch eine Gemeinsamkeit. Alle zielen sie konsequent darauf ab, die Kontrolle über Maschine und Materialeinbau zu verbessern sowie die Umweltfreundlichkeit des Fertigers zu erhöhen. Wodurch der SUPER 1800-3i SprayJet auch als Standardfertiger leistungsstark und vielseitig einsetzbar ist.

VÖGELE EcoPlus
Das innovative VÖGELE EcoPlus Emissionsreduktionspaket sorgt mit einer Reihe von Maßnahmen für leiseren Betrieb und weniger Kraftstoffverbrauch. Durch den Verbund aus energieoptimierten Tamperantrieb, drehzahlgeregelten Lüfter, geregelten Hydrauliköl-Temperaturkreis und schaltbarem Pumpenverteilergetriebe lassen sich die Spritkosten um rund 25 Prozent senken.

PaveDock Assistant
Der PaveDock Assistant ist die Kommunikationseinheit zwischen Fertiger- und LKW-Fahrer. Sie ermöglicht eine besonders schnelle und sichere Übergabe des Mischgutes an den Fertiger. Der PaveDock Assistant leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Prozesssicherheit bei der Mischgutübergabe.

AutoSet Plus
AutoSet Plus verfügt über zwei praktische Automatikfunktionen: Die Umsetz- und Transportfunktion erleichtert den Wechsel zwischen Baustellenabschnitten. Auf Knopfdruck wird der Fertiger automatisch in den Transportmodus gebracht und die aktuellen Einstellungen gespeichert. Mit der Funktion Einbauprogramme können aktuelle Fertiger- und Bohleneinstellungen abgespeichert und bei Bedarf, z. B. bei Baustellen mit vergleichbaren Bedingungen, wieder aufgerufen werden.

Das ErgoPlus 3 Bedienkonzept

Selbst die beste Maschine mit modernster Technik kann ihre Stärken nur ausspielen, wenn sie einfach und möglichst intuitiv zu bedienen ist. Gleichzeitig sollte sie den Bedienern ergonomische und sichere Arbeitsplätze bieten. Das ErgoPlus 3 Bedienkonzept stellt deshalb den Menschen in den Mittelpunkt. Damit haben bei VÖGELE Fertigern stets die Anwender die volle Kontrolle über Maschine und Baumaßnahme.

ErgoPlus 3 umfasst beim SUPER 1800-3i SprayJet die Fahrer- und Bohlen-Bedienkonsolen sowie die SprayJet Modulbedienung.

Die ErgoPlus 3 Fahrer-Bedienkonsole

Der SUPER 1800-3i SprayJet ist wie alle Straßenfertiger der „Strich 3“-Generation mit dem VÖGELE Bedienkonzept ErgoPlus 3 ausgestattet, was die Bedienung der Maschine wesentlich erleichtert. Damit bietet VÖGELE dem Fahrer zudem jeglichen Komfort, den man von einem modernen Bedienkonzept erwarten kann. Alle wichtigen und regelmäßig benötigten Funktionen sind in logischen Gruppen angeordnet. Die Bedienung ist so ganz leicht und schnell erlernbar.

In das große Farbdisplay der Fahrer-Bedienkonsole, das auch bei schlechten Lichtverhältnissen eine brillante Sicht ermöglicht, wurden wichtige Funktionen für den Sprühbetrieb integriert. So wird dem Fahrer stets, in Abhängigkeit von der eingestellten Sprühmenge, die maximal mögliche Einbaugeschwindigkeit angezeigt. Außerdem kann der Fahrer auf Knopfdruck die sehr praktischen Automatikfunktionen „Baustellenanfang“ oder „Baustellenende“ nutzen.

1 Anzeige maximale Einbaugeschwindigkeit
Die Anzeige zeigt die maximal mögliche Einbaugeschwindigkeit, mit der man die gewählte Sprühmenge noch flächendeckend auftragen kann.

2 Funktionen Baustellenanfang/-ende
Damit genau an der gewünschten Stelle und über die gesammte Arbeitsbreite der Sprühvorgang beginnt bzw. endet, gibt es die Komfortfunktionen für Baustellenanfang (F6) und Baustellenende (F8).

Die ErgoPlus 3 Bohlen-Bedienkonsole

Der einfache und sichere Umgang mit sämtlichen Bohlenfunktionen ist ein entscheidender Faktor für hochwertigen Straßenbau. An den beiden ErgoPlus 3 Bohlen-Bedienkonsolen lassen sich alle wichtigen Daten abrufen und dank einer leicht verständlichen und eindeutigen Symbolik Einstellungen der Bohle, Materialförderung und Nivellierung schnell vornehmen.

Eine sehr praktische Neuheit ist das VÖGELE SmartWheel. Damit lässt sich die Einbau- und Sprühbreite ermüdungsfrei in zwei Geschwindigkeiten einstellen: Langsam, etwa zum genauen Verfolgen einer Kante, oder schnell für rasches Ein- und Ausfahren der Bohle.

Für eine exakte Sprühkante lassen sich die beiden äußeren Düsen der seitlichen Sprühbalken an der Bohlen-Bedienkonsole ein- und ausschalten.

3 Äußere Sprühdüsen
Mit der Bohlen-Bedienkonsole lassen sich die zwei äußeren aktiven Sprühdüsen ein- bzw. ausschalten. Selbst schwierigere Baustellenherausforderungen kann der Bohlenbediener so beherrschen und ein einwandfreies Einbauergebnis erzielen.

4 SmartWheel
Die Verstellung sowohl der Arbeits- wie der Sprühbreite lässt sich mittels des griffigen SmartWheels ganz bequem in zwei Geschwindigkeiten durchführen.

Die ErgoPlus 3 SprayJet Modulbedienung

Die SprayJet Modulbedienung wurde konsequent in das ErgoPlus 3 Bedienkonzept integriert. Dies gilt für die Symbolik der Bedienoberfläche sowie für das Funktionsprinzip „Touch and Work“.

Alle Funktionen für das Vorbereiten, Sprühen und Reinigen, lassen sich bequem über den direkt am Modul angebrachten Touchscreen auswählen und starten. Je nach ausgewählter und gestarteter Funktion erfolgen die Einstellungen der Arbeitsabläufe automatisch.

Dies alles macht die Bedienung des SUPER 1800-3i SprayJet extrem einfach und sicher.

5 Vorbereiten
Über die Menüs 5.1 bis 5.3 lassen sich alle nötigen Funktionen für die Vorbereitung des Sprüheinsatzes einstellen. Menü 5.1 steuert den Tankvorgang, Menü 5.2 dient zum Einstellen der Düsen und in Menü 5.3 werden Einstellungen zum Heizen und Zirkulieren der Emulsion vorgenommen.

6 Reinigen
Die ErgoPlus 3 SprayJet Modulbedienung verfügt über ein vollautomatisches Reinigungsprogramm, das die gründliche Säuberung der Leitungen und Ventile gewährleistet.

7 Sprühen
Einstellung und Überwachung aller beim Sprühen relevanter Parameter wie Tankinhalt, Temperatur, Sprühdruck und -menge sowie der Düsenaktivität.

Die gesamte Bedienung des SprayJet Moduls erfolgt über das ErgoPlus 3 Display des Sprühmoduls. Der unter allen Witterungsbedingungen gut ablesbare Touchscreen gibt dem Bediener zu jedem Zeitpunkt volle Kontrolle über den Sprühvorgang.

Die „Strich 3“-Generation des VÖGELE Sprühfertigers bietet eine Vielzahl an komfortablen und praxisgerechten Automatikfunktionen. Sie vereinfachen von Grund auf das Vorbereiten des Sprühmoduls, den Sprühvorgang und die Pflege des Sprühmoduls für die Bedienmannschaft:

  • Alle nötigen Einstellungen für das Tanken, Zirkulieren und Heizen der Emulsion können direkt vom Touchscreen aus gesteuert und überwacht werden.
  • In Abhängigkeit des eingebauten Düsensatzes und der gewählten Sprühmenge errechnet die SprayJet Modulbedienung die maximale Arbeitsgeschwindigkeit und übermittelt diese auf das Display der ErgoPlus 3 Fahrer-Bedienkonsole. So lässt sich ein gleichmäßiger Emulsionsauftrag gewährleisten.
  • Ebenso einfach lässt sich dort die Sprühmenge einstellen und die Düsen kalibrieren bzw. einzeln ein- oder abstellen. Die Funktion des nicht einzusehenden vorderen Sprühbalkens wird elektronisch überwacht.
  • Für die Reinigung von Leitungen und Ventilen steht ein eigenes Programm zur Verfügung, sodass der Reinigungsvorgang voll automatisiert abläuft.

Menü für „Sprühen“
Hier wird der gesamte Sprühprozess überwacht. So kann der Bediener alle Einstellungen und Werte, wie z. B. Sprühdüsenaktivitäten (aktiv/inaktiv/abgestellt) und Sprühdruck, auf einen Blick erfassen.

Menü für „Düseneinstellung“
Über dieses Menü wird der eingebaute Düsensatz eingegeben, es können Düsen getestet und die Spritzmenge kontrolliert werden.

Menü für „Reinigen“
Je nach Verschmutzungsgrad wird die Anzahl der Reinigungszyklen angegeben. Die zu
reinigenden Leitungskreisläufe sind separat ansteuerbar. Für die Endreinigung kann ein Konservierungsmittel im letzten Zyklus beigegeben werden. Nach dem Start läuft der Reinigungsprozess vollautomatisch.

VÖGELE Ausziehbohlen für perfekte Einbauqualität

Als Einbaubohlen stehen für den SUPER 1800-3i SprayJet die hochmodernen Ausziehbohlen AB 500 und AB 600 zur Verfügung. Mit beiden Bohlen lassen sich Sprühbreiten bis zu 6,00 m erzielen. Die AB 600 besitzt eine Grundbreite von 3,00 m und kann hydraulisch bis auf 6,00 m ausgefahren werden. Die AB 500 wird für den 6-m-Einsatz zusätzlich mit 75 cm breiten Verbreiterungen ausgestattet. Die maximale Breite der Bohle wird elektronisch auf 6,00 m begrenzt. Beide Bohlen sind erhältlich in der Version TV (Tamper und Vibration) sowie in der Hochverdichtungsversion TP1 (Tamper und eine Pressleiste).

Wie alle VÖGELE Bohlen sind auch die beiden Ausziehbohlen AB 500 und AB 600 mit einer sehr effektiven elektrischen Bohlenheizung ausgestattet.

Die Heizung von Bohle und Emulsionstank ist voneinander getrennt geregelt, sodass das Aufheizen der Emulsion erfolgen kann, ohne dabei die Bohlenheizung in Betrieb nehmen zu müssen.

An den beiden ErgoPlus 3 Bohlen-Bedienkonsolen lassen sich alle wichtigen Daten abrufen und dank einer leicht verständlichen und eindeutigen Symbolik schnell einstellen.

Kombinationsmöglichkeiten SUPER 1800-3i SprayJet

Maximale Sprühbreite 5 m Maximale Sprühbreite 6 m Zusatz-Emulsionstank
AB 500 TV AB 500 TV 5.000 l
AB 500 TP1 AB 500 TP1 5.000 l
  AB 600 TV 5.000 l
  AB 600 TP1 5.000 l

Das SUPER 1800-3i SprayJet Bohlensystem

AB 500 TV

Einbaubreitenspektrum
Von 2,55 bis 5,00 m stufenlos ausfahrbar.
Mit Verbreiterungsteilen auf bis zu 8,50 m erweiterbar.

Verdichtungsvarianten
AB 500 TV mit Tamper und Vibration
AB 500 TP1 mit Tamper und einer Pressleiste

AB 600 TV

Einbaubreitenspektrum
Von 3,00 bis 6,00 m stufenlos ausfahrbar.
Mit Verbreiterungsteilen auf bis zu 9,00 m erweiterbar.

Verdichtungsvarianten
AB 600 TV mit Tamper und Vibration
AB 600 TP1 mit Tamper und einer Pressleiste

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