Kombination aus VÖGELE Spitzentechnologien verleiht maximale Flexibilität bei Fahrbahnerneuerungen.

Die Sanierung von Straßen ist in vielen Ländern im Vergleich zu Neubaumaßnahmen längst die weitaus häufigere Aufgabe von Bauunternehmen.

Neben dem konventionellen Verfahren, dem Abfräsen und Wiederherstellen von Asphaltpaketen, bestehen zwei weitere Verfahren, die weltweit auf dem Vormarsch sind: der Einbau Dünner Schichten im Heißeinbau auf Versiegelung (DSH-V) sowie der „Heiß-auf-Heiß“-Einbau von Kompaktasphalt. Diese beiden Verfahren hat die JOSEPH VÖGELE AG mit eigens dafür entwickelter Maschinentechnik prozesssicher gemacht bzw. überhaupt erst ermöglicht. Nun hat der Weltmarktführer beide Innovationen erstmals zusammengeführt. Die Lösung entstand mit und für den Kunden Rask Brandenburg GmbH, einem Unternehmen, das sich stark auf moderne Sanierungsverfahren ausgerichtet hat.

Die Maschinen hinter den modernen Sanierungsverfahren sind der Sprüh- und Standardfertiger SUPER 1800-3i SprayJet (für DSH-V) sowie der VÖGELE InLine Pave Einbauzug (für Kompaktasphalt). Letzterer besteht aus einem VÖGELE Beschicker MT 3000-2i Offset und einem Binderschichtfertiger SUPER 2100-3i IP sowie einem weiteren VÖGELE Fertiger für den Deckschichteinbau. „Mit unserem InLine Pave Einbauzug mit dem SUPER 1800-3i SprayJet als Deckenfertiger haben wir eine wahre eierlegende Wollmilchsau im Maschinenpark“, sagt Bernd Malcharek, Geschäftsführer der Rask Brandenburg GmbH. „Die Kombination aus den Spitzentechnologien von VÖGELE verleiht uns maximale Flexibilität.“ Die Idee dahinter: Rask Brandenburg kann zukünftig mit ein und derselben Maschinentechnik konventionelle Einbauarbeiten ausführen und ist gleichzeitig für DSH-V- und Kompaktasphalt-Aufträge gerüstet.

DSH-V und Kompaktasphalt gehört die Zukunft

Bereits wenige Wochen nach der Auslieferung hat der SUPER 1800-3i SprayJet bereits knapp 600 Betriebsstunden auf der Uhr – allesamt kamen bei Sprühfertiger-Einsätzen bzw. „Heiß-auf-Heiß“-Einsätzen mit der InLine Pave Technik zusammen. „Diesen Verfahren gehört die Zukunft. Die Baumaßnahmen lassen sich schnell abwickeln, was dem Verkehrsfluss zugute kommt. Sie sind wirtschaftlich, unter anderem, weil der Arbeitsschritt des Vorsprühens komplett entfällt. Und sie sind von hoher Qualität, weil ein ausgezeichneter Schichtenverbund erzielt wird“, fasst Roland Schug, Leiter Marketing bei VÖGELE, die Vorteile zusammen.

Sanierung im Kompaktasphalt-Verfahren unter fließendem Verkehr

Beim InLine Pave Verfahren werden die Binder- und die Deckschicht in einem Arbeitsgang „heiß auf heiß“ gefertigt. Die beiden VÖGELE Fertiger arbeiten dabei „in line“, also im Abstand von wenigen Metern hintereinander, sodass der Verkehr auf einer Spur weiterfließen kann. Die kontinuierliche Materialversorgung übernimmt ein VÖGELE Beschicker MT 3000-2i Offset mit Schwenkband und automatischer Abstandsregelung. Dadurch können sich die Fertiger-Fahrer voll und ganz auf den Einbau konzentrieren.

Neuer Binderschichtfertiger der „Strich 3“-Generation

Das technologische Herzstück des InLine Pave Verfahrens ist der Binderschichtfertiger SUPER 2100-3i IP. Diese weiterentwickelte Maschine verfügt neben den Innovationen der aktuellen „Strich 3“-Fertigergeneration über ein komplett überarbeitetes Übergabemodul, dessen beheizte Bandanlage um 1 m verlängert wurde. Damit wird das Deckschichtmischgut an den nachfolgenden Fertiger übergeben. Über eine definierte Trennstelle lässt sich das neue Übergabemodul einfach demontieren, was der Auslastung zugutekommt. Außerdem lassen sich nun standardmäßig die Sitze der zwei Fahrer-Bedienstände hydraulisch höhenverstellen. „Es ist auch auf Weiterentwicklungen wie diese zurückzuführen, dass immer mehr Unternehmen auf InLine Pave setzen“, erklärt Ray Löffler, Geschäftsführer der Niederlassung WIRTGEN ZWICKAU, die für die Rask Brandenburg GmbH zuständig ist. „Das InLine Pave Verfahren ist ausgereift und kommt immer stärker im Markt an.“

Belastbare Binderschicht dank VÖGELE Hochverdichtungstechnologie

Ausgestattet mit einer Einbaubohle AB 600 TP2 Plus baut der SUPER 2100-3i IP eine so hochverdichtete Binderschicht ein, dass sie ohne den Einsatz von Walzen durch den Deckenfertiger befahren werden kann. Möglich macht dies eine weitere zentrale Innovation: die Hochverdichtungstechnologie mit der einzigartigen VÖGELE Impulshydraulik. Dabei wird der Asphalt beim Einbau durch eine Tamper- und zwei Pressleisten vorverdichtet.

Überzeugende Vorteile der SprayJet Technologie

Für seinen Kunden Rask Brandenburg hat VÖGELE die Maschinentechnik des SUPER 1800-3i SprayJet angepasst, damit der Fertiger den Einbau der Deckschicht im InLine Pave Einbauzug übernehmen kann. Dabei arbeitet er übrigens sozusagen konventionell, also nicht im Sprüh-Modus. Denn durch das „Heiß-auf-heiß“-Verfahren wird ein perfekter Schichtenverbund und eine intensive Verzahnung bereits ohne den Auftrag von Bitumenemulsion erzielt. Zu den Anpassungen des SUPER 1800-3i SprayJet gehören die Implementierung einer Wasserberieselungsanlage und ein breiteres Raupenfahrwerk. Für Sprüheinsätze ist der Fertiger mit einem demontierbaren SprayJet Modul ausgestattet, durch das der Fertiger gleichzeitig einbauen und Emulsion äußerst präzise auftragen kann.

Maschinentechnik besteht Bewährungsprobe in Berlin

Nach dem Einbau der Deckschicht – im Falle von Rask durch den SUPER 1800-3i SprayJet – kommen wie gewohnt Walzen zur Herstellung der Endverdichtung zum Einsatz. Wie gut die top-moderne Maschinentechnik von VÖGELE harmoniert, bewies sich auf einem Einsatz auf der Autobahn A 113 in Berlin: Hier sanierte der Einbauzug mehrerer Abschnitte mit einer Gesamtlänge von rund 2 km, die pünktlich zum Ende der Sommerferienzeit an den Verkehr übergeben wurden.

Hintergrundinformation InLine Pave

Mit dieser Entwicklung schaffte VÖGELE den Hattrick: den Einbau deutlich zu beschleunigen, die Kosten zu senken und die Haltbarkeit der Straße zu verbessern. Beim InLine Pave Verfahren werden Binder- und Deckschicht in einem Arbeitsgang „heiß auf heiß“ gefertigt. Das bringt Tempo in die Baumaßnahme. Dabei ist keine Vollsperrung der Straße erforderlich: Die drei beteiligten Maschinen – ein Binderschichtfertiger, ein Deckschichtfertiger und ein Beschicker – arbeiten hintereinander „in line“, sodass der Verkehr auf einer Spur weiterfließen kann. Ein ideales Verfahren für die Sanierung stark befahrener Straßen. Die Bauweise an sich ist sparsam und daher besonders umweltfreundlich: Beim Einbau „heiß auf heiß“ kann die Schichtdicke reduziert und damit teures Deckschichtmischgut eingespart werden. Hinzu kommt der Qualitätsaspekt. VÖGELE InLine Pave erzeugt einen perfekten Verbund von Binder- und Deckschicht, der dem neuen Belag ein besonders langes Leben verleiht. Für höchstmögliche Rentabilität wurde der InLine Pave Einbauzug außerdem modular aufgebaut: Er besteht aus gering modifizierten Standardmaschinen, die auch unabhängig voneinander für andere Aufgaben eingesetzt werden können.

Hintergrundinformation SprayJet Technologie

Diese Innovation von VÖGELE ist die erste Wahl für die wirtschaftliche Herstellung von qualitativ hochwertigen Asphaltdeckschichten: Sie ermöglicht, Bitumenemulsion vorzusprühen und im selben Arbeitsgang mit einer Asphaltdeckschicht zu überbauen. Für dieses Verfahren geeignete Sprühfertiger gab es schon früher, doch sie setzten sich nicht durch – vor allem, weil sie nur für Sprüheinsätze, nicht aber für konventionellen Einbau geeignet waren. Mit der SprayJet Technologie konnte VÖGELE dieses Manko beseitigen. Dabei wird der serienmäßige SUPER 1800-3i mit einem Modul schnell und einfach zum Sprühfertiger umgebaut. Die Sprühfunktion wird nach Bedarf mit einem Knopfdruck ein- oder wieder ausgeschaltet, die Maschine kann jederzeit auch für den konventionellen Einbau genutzt werden – so amortisiert sich die Investition in kürzester Zeit. Die besonderen Vorzüge der innovativen VÖGELE SprayJet Technologie liegen in den Bereichen Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz. So perfektioniert das Verfahren den Einbau von ressourcensparenden und lärmarmen Dünnschichtbelägen. Durch die exakte Dosierung wird nur diejenige Menge an Bitumenemulsion aufgetragen, die benötigt wird – nicht mehr und nicht weniger.

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