Walzbeton: Ein Fall für Hochverdichtungstechnologie

Walzbeton, auch Roller Compacted Concrete oder kurz RCC genannt, ist besonders in den USA eine gängige Alternative zum Asphalt. Er besteht aus ungebrochenen und/oder gebrochenen Mineralstoffen, hydraulischen Bindemitteln und gegebenenfalls Betonzusatzstoffen. Er wird in Mischtrommeln auf oder nahe der Baustelle gemischt. Anschließend transportieren herkömmliche Lkw das Mischgut und übergeben es an einen Fertiger, der das Material in Schichten bis zu einer Dicke von 25 cm einbaut. Danach verdichten Walzen die Betonschicht.

Wegen des geringen Wassergehalts des Walzbetongemischs muss unmittelbar nach dem Walzen eine sorgfältige Nachbehandlung mit Wasser erfolgen. Um Auswaschungen an der Oberfläche zu vermeiden, darf das Wasser anfangs nur fein versprüht werden. So wird im Lauf von mindestens drei Tagen Feuchtigkeit zum Abbinden zugeführt. Der Walzbeton härtet aus und gewinnt an Festigkeit. In vielen Fällen werden Fugen geschnitten, um Rissbildung entgegenzuwirken.

Das RCC-Material ist steif genug, um mit Vibrationswalzen verdichtet zu werden. Für eine bestmögliche Festigkeit, Ebenheit und Oberflächenstruktur muss die Zahl der Walzübergänge jedoch möglichst gering gehalten werden. Das garantiert die Hochverdichtungsbohle AB 600 TP2 von VÖGELE. Neben einem Tamper verfügt sie über zwei impulshydraulisch beaufschlagte Pressleisten. Die Impulshydraulik ist eine Technologie, die VÖGELE als einziger Hersteller weltweit anbietet. Der zur Impulshydraulik gehörende Impulsgenerator erzeugt dabei hochfrequente Druckimpulse. So haben die Pressleisten ständig Kontakt mit dem Belag, wodurch das Mischgut im eingespannten Zustand verbleibt. Dank dieser einzigartigen Technologie werden die höchsten Verdichtungswerte erzielt, die für einen Straßenfertiger überhaupt möglich sind. Walzvorgänge werden auf ein absolutes Minimum reduziert. Dadurch sind teilweise auch statische Walzübergänge ausreichend (Siehe auch Artikel " November 2009 - VÖGELE sorgt für höchste Vorverdichtungswerte" im Menüpunkt "Aktuelles & Presse/Job Reports").

Impulsgenerator

Der Impulsgenerator erzeugt hochfrequente Druckimpulse. Diese sorgen dafür, dass die Pressleisten ständig mit dem Belag in Kontakt sind. Die Folge: Das Mischgut verbleibt immer in eingespanntem Zustand. Mit dieser einzigartigen Technologie erzielen VÖGELE Bohlen die höchsten Verdichtungswerte, die für einen Straßenfertiger überhaupt möglich sind.

Pressleisten.

Die Pressleisten sind im hinteren Bereich der Bohle angeordnet. In dieser Position wird die beste Verdichtungswirkung erreicht, weil das Material nicht nach vorn ausweichen kann. Seitlich ist es zusätzlich durch Kantenformer eingespannt.

Einbautipps für die Praxis

Um beim Einbau von Walzbeton perfekte Ergebnisse zu erzielen, sind einige Besonderheiten in Bezug auf die Beschaffenheit des Materials und die Einstellungen der Bohle zu berücksichtigen.

Für das Erreichen möglichst hoher Vorverdichtungswerte ist der Wassergehalt des Betons entscheidend. Enthält das Material zu wenig Wasser, kann der Beton nicht optimal verdichtet werden. Bei einem zu hohen Wassergehalt sinkt die Bohle ein. Um den optimalen Wassergehalt zu ermitteln, sollte daher in der Praxis immer ein Probefeld hergestellt werden.

Einstellungen der Bohle

Tamperhub: 7mm

Tamperdrehzahl: 1.500 – 1.800 U/min

Pressleistendruck: 80 – 100 bar

(je nach Betonbeschaffenheit)

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