Hochmoderne Bohlentechnologie: die neuen Ausziehbohlen AB 500 und AB 600

Neben den Zugmaschinen hat VÖGELE auch seine Bohlentechnologie auf das nächste Niveau gehoben und die neuen Ausziehbohlen AB 500 und AB 600 entwickelt. Sie sind besonders für Einsätze prädestiniert, bei denen Variabilität gefragt ist: Die Bohlen lassen sich mit allen SUPER Fertigern mit 2,55 m und 3 m Grundbreite kombinieren, ihr Einsatzspektrum reicht von 2,55 m bis 9,5 m Einbaubreite.

Ergonomie für sicheres Arbeiten

Die Benutzerfreundlichkeit der neuen Bohlen AB 500 und AB 600 wurde weiter gesteigert. Sie sind damit noch sicherer zu bedienen.

  • Ergonomische Bohlen-Bedienkonsole: Die Konsole lässt sich ganz einfach verstellen. Das brillante Farbdisplay ist aus jedem Winkel gut lesbar.
  • SmartWheel: Gut tastbares Verstellrad für absolut präzises Anpassen der Einbaubreite in zwei Geschwindigkeiten.
  • Neuer Laufsteg und Aufstieg: Der sicher zu begehende Laufsteg und die niedrigen Aufstiegsstufen der Bohle sind sehr anwenderfreundlich. Eine weitere hochklappbare Aufstiegsstufe sorgt für zusätzlichen Komfort. Der Bediener bewegt sich auf dem Aufstieg so sicher und mühelos wie auf einer Treppe. Alle Stufen sind auch von oben einsehbar.
  • Lärmminderung: Abdeckungen, Laufsteg und Aufstieg sind gummigelagert. Das reduziert belastende Geräuschemissionen.

Perfekte Einbauqualität garantiert

Eine Vielzahl technischer Innovationen sorgen bei den AB 500 und AB 600 für perfekte Einbauqualität bei kinderleichter Bedienung.

Tamperleiste: Die Tampergeometrie wurde optimiert, daraus resultiert ein flacher Anstellwinkel der Bohle. Das sorgt für eine längere Standzeit sowie für noch bessere Verdichtung und Ebenflächigkeit.

Hydraulische Dachprofilverstellung: Diese Funktion ist standardmäßig in die Bohlen-Bedienkonsole integriert. Die Einstellung erfolgt schnell und präzise über Kurzhubtaster. Das aktuelle Dachprofil wird auf beiden Bohlen-Bedienkonsolen angezeigt.

Bohlenheizung: Durch besonders gleichmäßiges Aufheizen von Glättblechen, Tamper- und Pressleisten entsteht eine absolut einheitliche Deckenoberfläche. Die Vorwärmzeit wurde deutlich reduziert. Im Automatikbetrieb arbeitet eine sparsame Intervallschaltung.

Verbesserte Teleskoprohrführung: Sie ermöglicht bessere Gleiteigenschaften und gleichzeitig eine höhere Standzeit.

Hydraulisch höhenverstellbarer Seitenschieber: Die Alternative zum mechanischen Seitenschieber wurde neu designt und mit vollständig integrierter Ventiltechnik ausgestattet. Die Einstellung erfolgt einfach, sicher und präzise.

„Die Einbauqualität der neuen AB 500 und AB 600 Bohlen ist top!“ Interview mit Sven Neidig.

RoadNews: Herr Neidig, im Zuge der Entwicklung der »Strich 3«-Generation wurde auch die Bohlentechnologie auf das nächste Niveau gehoben. Was erwartet den Anwender beim Einsatz der neuen Ausziehbohlen AB 500 und AB 600?

Neidig: Am wichtigsten war uns das Thema Ergonomie. Dafür haben wir wirklich sehr viel getan: Die neuen Bohlen haben einen bequemen Mittelaufstieg, einen sehr komfortablen Laufsteg und besonders praktische Ablagemöglichkeiten. Die Bohlen-Bedienkonsolen und die Seitenschieber lassen sich noch einfacher verstellen. Übrigens wurde der hydraulische Seitenschieber ebenfalls perfekt eingepasst, die gesamte Ventiltechnik ist integriert.

RoadNews: Sie sind fast täglich mit Anwendern in Kontakt. Welche Anforderungen und Wünsche der Nutzer wurden bei der Entwicklung berücksichtigt?

Neidig: Eine häufig geäußerte Anforderung war die Angleichung der Standzeit von Tamper- und Schleißleiste an die bereits sehr hohe Standzeit der Glättbleche. Das ist uns gelungen. Speziell für Arbeiten im Herbst und Winter wurde eine kürzere Aufheizzeit der Bohlenheizung gewünscht. Dazu wurde die Verschleißfestigkeit des Materials der Glättbleche erhöht, gleichzeitig ihre Stärke reduziert. Dadurch bleibt die Standzeit gleich, aber die Bohle heizt sich deutlich schneller auf. Weniger Lärm ist im Straßenbau immer ein Thema, auch da haben wir eine weitere Verbesserung erzielt.

RoadNews: Bleiben wir gleich bei der Praxis. Welche neuen Features sind, aus der Sicht des Technikers, im Baustellenalltag besonders wichtig?

Neidig: Besonders interessant ist natürlich die neue Bohlen-Bedienkonsole mit SmartWheel, vor allem bei großen Änderungen der Einbaubreite. Damit lässt sich die Bohle entweder schnell oder langsam ein- und ausfahren, je nach Einbaugeschwindigkeit. Praktisch sind auch das Nachtdesign und die LED zum Ausleuchten des Bereichs vor dem neu designten Seitenschieber. Die hydraulische Dachprofilverstellung ist jetzt Standard und wird über die Bohlen-Bedienkonsole gesteuert. Bei Hochverdichtungsbohlen wird nun auch die Pressleiste elektro-hydraulisch über das Display verstellt, nicht mehr wie bisher manuell.

RoadNews: Und wie wirken sich diese neuen Features während des Einbaus aus?

Neidig: Das SmartWheel kommt bei den Anwendern sehr gut an: Die Bohle nicht mit einem Taster, sondern einem Rad ein- und auszufahren – diese Funktion ist unverwechselbar. Damit ist man auch innerorts oder für enge kommunale Straßenbaustellen bestens gerüstet. Die Anpassung des Dachprofils über das Display funktioniert sehr genau. Das ist für den Anwender wichtig, um ein perfektes Einbauergebnis zu erreichen.

RoadNews: Sie sprachen anfangs bereits das Thema Ergonomie an. Was hat sich denn unter diesem Blickwinkel speziell für den Bohlenbediener verbessert?

Neidig: Der Arbeitsplatz ist sehr komfortabel, die Bedienung der Bohle ist bequem und ergonomisch. Durch die optimale Positionierung ist auch das Display jederzeit perfekt ablesbar. Auf dem neuen Laufsteg kommt man besonders sicher von links nach rechts. Weil Bohlenabdeckungen, Laufsteg und Aufstieg gummigelagert sind, ist der Arbeitsplatz zudem noch leiser geworden.

RoadNews: Ergonomie ist das eine, hohe Einbauqualität das andere wesentliche Merkmal der VÖGELE Bohlen. Wodurch wurde die Einbauqualität weiter gesteigert?

Neidig: Der neue Einzugswinkel des Mischguts ist sicher ein entscheidender Faktor. Durch die geänderte Geometrie von Tamper, Schleißleiste und Glättblech ergibt sich ein flacherer Anstellwinkel der Bohle, dadurch ein noch besseres Einbauergebnis und zugleich eine höhere Standzeit der Verschleißteile. Und durch das neue, verstärkte Mittelgelenk ist die Bohle noch stabiler, was sich besonders bei großen Arbeitsbreiten bewährt.

RoadNews: Das sind wirklich sehr viele Innovationen. Auf welche davon sind Sie besonders stolz?

Neidig: Am wichtigsten sind mir die perfekte Verdichtung und Ebenflächigkeit, die die neuen Bohlen dank des flachen Anstellwinkels gewährleisten. Die Einbauqualität ist top! Ich bin mir sicher, dass wir mit den neuen Bohlen einen großen Beitrag zu mehr Qualität im Straßenbau leisten.

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