AutoSet Plus – Qualitätssicherung auf Knopfdruck

Eines für beides: praktische Umsetz- und Transportfunktion sowie individuelle Einbauprogramme

Mit den neuen „Strich 3“-Fertigern hat VÖGELE die Messlatte für Innovationen im Straßenbau wieder einmal weit nach oben gelegt: Das wirtschaftliche und umweltfreundliche Maschinenkonzept VÖGELE EcoPlus spart Treibstoff und verringert CO2-Emissionen. Dank der ECO-Stufe werden auch Geräuschemissionen spürbar reduziert. Der PaveDock Assistant vereinfacht die Kommunikation zwischen LKW- und Fertiger-Fahrer bei der Mischgutübergabe. Versehentliches Auffahren beim Andocken gehört damit der Vergangenheit an.

ErgoPlus 3 steigert die intuitive Bedienbarkeit, z. B. durch das kontrastreiche, bei allen Lichtverhältnissen gut lesbare Farbdisplay. Besonders revolutionär ist AutoSet Plus, das bei allen „Strich 3“-Fertigern ab der Universal Class ab sofort eingebaut ist. Seine beiden Funktionsbereiche machen Baustellenprozesse jetzt deutlich sicherer und komfortabler – und die Einbauqualität gewinnt.

Funktion 1: Umsetz- und Transportfunktion

VÖGELE Fertiger besitzen eine Umsetz- und Transportfunktion. Diese AutoSet Plus Funktion erleichtert den Wechsel von einem Baustellenabschnitt zum nächsten enorm. Denn mit nur einem Knopfdruck auf die gelbe Execute-Taste wird der Fertiger automatisch in den Transportmodus gebracht.

Funktion 2: Einbauprogramme speichern

Mit der neuen Speicherfunktion von AutoSet Plus lassen sich vom Bediener erstellte Einbauprogramme abspeichern. Bei Bedarf, z. B. bei Baustellen mit vergleichbaren Bedingungen oder nach einem Bedienerwechsel, können diese dann per Knopfdruck wieder aufgerufen werden.

Umsetz- und Transportfunktion

Auf Knopfdruck transportbereit

Was für den Wechsel von einem Baustellenabschnitt zum nächsten zutrifft, gilt natürlich genauso für den Transport des Fertigers nach Arbeitsende zum Abstellplatz: Mit der Umsetz- und Transportfunktion von AutoSet Plus geht keine Einstellung verloren! Der Bediener drückt die gelbe Execute-Taste und der Fertiger wird automatisch in den Transportmodus gebracht, d. h.: Frontklappe, Verteilerschnecke, Bohle und ggf. Fahrwerkabstreifer werden angehoben. Die Kratzerbänder werden für kurze Zeit reversiert, sodass das Material beim Umsetzen nicht aus dem Tunnel fallen kann. Zuletzt wird die Bohle verriegelt.

Der besondere Mehrwert: Sämtliche Einstellungen werden gespeichert. Nichts kann mehr zwischen Einbau und Umsetzen vergessen werden. Nach dem Umsetzen genügt ein erneuter Druck auf die Execute-Taste und sämtliche Aggregate werden wieder in die gespeicherte Arbeitsposition zurückgesetzt. Ein Fertiger, der auf diese Art und Weise „mitdenkt“, spart enorm viel Zeit und schafft ein deutliches Mehr an Sicherheit und konstanter Einbauqualität. Typische Transportbeschädigungen, z. B. an der Verteilerschnecke oder den Raupenvorabstreifern, werden dadurch effektiv vermieden.

Alles automatisch

Alle Funktionen, die der Bediener vor dem Umsetzen sonst von Hand ausführen musste, führt AutoSet Plus nun automatisch aus. Und nach dem Umsetzen wird alles wieder in die Position vor dem Umsetzen zurückgesetzt.

Einbauprogramme speichern

Wiederkehrende Prozesse automatisieren und die Einbauqualität optimieren

Jeden einzelnen Fertiger- und Bohlenwert von Hand einzustellen, benötigt Zeit. Das musste man bisher immer wieder aufs Neue tun, wenn man auf eine Baustelle kam, die ganz ähnliche oder sogar fast identische Einbaubedingungen wie eine frühere aufwies.

Ab sofort lassen sich immer wiederkehrende Prozesse wie diese ganz einfach automatisieren. Mit AutoSet Plus kann der Bediener bei jedem Einsatz die von ihm gewählten Fertiger- und Bohleneinstellungen am Display der Fahrer-Bedienkonsole abspeichern: z. B. die Tamper- und Vibrationsdrehzahl, Förderband- und Verteilerschneckengeschwindigkeit, Verteilerschneckenhöhe und die Einbaugeschwindigkeit. Auch die Art des eingesetzten Mischguts sowie die Einbaudicke und Einbaubreite lassen sich im Rahmen der Beschreibung der aktuellen Baustellensituation abspeichern – für jeden Fahrer und jede Schicht! Ergänzend zu den Fertiger- und Bohleneinstellungen speichert der Bediener auch eine Kurzbeschreibung der aktuellen Baustellensituation.

Und genauso einfach und schnell können die archivierten Programme später wieder aufgerufen und aktiviert werden, z. B. wenn an einer anderen Baustelle ähnliche Bedingungen auftreten – oder wenn nach einer Unterbrechung ein anderer Fahrer den bereits angefangenen Einbau übernimmt. Auf diese Weise unterstützt AutoSet Plus eine gleichbleibend hohe Einbauqualität und Prozesssicherheit. Und jede Menge Zeit spart der Anwender auch noch dabei.

Baustellensituation beschreiben und Fertigereinstellungen speichern

Sie möchten Ihre aktuellen Fertiger- und Bohleneinstellungen für spätere Einsätze als Programm speichern!

  • Ihr Fertiger und die dazugehörige Bohle werden automatisch erkannt (Schritt 1).
  • Danach geben Sie eine Kurzbeschreibung der aktuellen Baustellensituation ein (Schritt 2).
  • Sobald die Beschreibung erfolgt ist, werden auf der rechten Seite des Displays Ihre aktuellen Fertiger- und Bohleneinstellungen automatisch angezeigt (Schritt 3).
  • Fertiger- und Bohlentyp sowie Datum und Uhrzeit werden ebenfalls automatisch hinzugefügt (Schritt 4).
  • Dann drücken Sie die Taste F8 und speichern Ihre Einstellungen unter dem Programmnamen, den AutoSet Plus für Sie automatisch generiert (Schritt 5).

Vor dem Speichern mit der Taste F8 können Sie dem Programmnamen einen individuellen Kommentar hinzufügen.

Schritt 1: Fertiger und Bohle

Fertiger- und Bohlentyp werden von AutoSet Plus automatisch erkannt. Im Beispiel: SUPER 1900-3i und AB 500 TP2.

Schritt 2: Kurzbeschreibung der aktuellen Baustellensituation

Schichtart
Wählen Sie, welche Schichtart eingebaut wird: Trag-, Binder-, Deck- oder Tragdeckschicht. Im Feld mit „?“ können Sie außerdem individuelle Eingaben vornehmen.

Art des Mischguts
Wählen Sie unter Asphaltbeton (AC), Splittmastixasphalt (SMA), Gussasphalt (PA) oder hydraulisch gebundenem Material (CTB/HGT). Im Feld mit „?“ können Sie zudem individuelle Eingaben vornehmen.

Korngröße
Welche maximale Korngröße hat das Mischgut? AutoSet Plus bietet sechs unterschiedliche Werte. Im Feld mit „?“ können Sie auch individuelle Eingaben vornehmen.

Einbaubreite
Es werden bohlenabhängig gängige Einbaubreiten zur Auswahl angeboten. Im Feld mit „?“ können Sie individuelle Eingaben vornehmen.

Schichtdicke
AutoSet Plus bietet in Abhängigkeit von der gewählten Schichtart gängige Schichtdicken an. Im Feld mit „?“ können Sie bei Bedarf individuelle Eingaben vornehmen.

Tamperhub
In dem Menü wird der an der Bohle mechanisch eingestellte Tamperhub (2, 4, 7 oder 9 mm) hinterlegt.

Schritt 3: Die aktuellen Fertiger- und Bohleneinstellungen zeigt AutoSet Plus automatisch an

Nach Eingabe der Kurzbeschreibung der aktuellen Baustellensituation auf der linken Displayseite zeigt AutoSet Plus auf der rechten Seite des Displays automatisch die aktuellen Fertiger- und Bohleneinstellungen an.

Einbaugeschwindigkeit
Einbaugeschwindigkeit, die zum Zeitpunkt der Speicherung gefahren wurde. Im Beispiel waren es 6 m/min.

Tamperdrehzahl
Im Beispiel waren es 45 % von max. 1.800 U/min.

Druck der beiden Pressleisten 1 + 2
Im Beispiel: 35 % und 35 % von max. 120 bar.

Höheneinstellung der Verteilerschnecke
Hängt von der Art und Korngröße des Mischguts sowie der Einbaudicke ab. Im Beispiel waren 10 cm eingestellt.

Bohlenblockierung
„OFF“ oder „ON“ zeigt an, ob die Bohle beim Wiederanfahren blockiert ist oder nicht. Im Beispiel: „ON“.

Max. Geschwindigkeit der beiden Kratzerbänder
Gibt die maximal möglichen Bandgeschwindigkeiten des Einbauprogramms an. Im Beispiel: 50 %.

Höheneinstellung der Nivellierzylinder
Kann rechts und links unterschiedlich sein. Im Beispiel war der linke Nivellierzylinder auf 9 cm und der rechte auf 10 cm eingestellt.

Bohlenentlastung
Der %-Wert zeigt die Entlastung (0 %), der zweite Wert (50:50) die Verteilung auf die beiden Bohlenseiten.

Schritt 4: Name des Programms und Datum

Der Programmname wird von AutoSet Plus nach Eingabe der Kurzbeschreibung der aktuellen Baustellensituation automatisch generiert. Im Beispiel: „AC16 B-6cm-8m“. Datum und Uhrzeit werden automatisch hinzugefügt.

Schritt 5: Abspeichern

Nachdem die Kurzbeschreibung der aktuellen Baustellensituation sowie die aktuellen Fertiger- und Bohleneinstellungen erfasst sind, kann man die Werte mit der Taste F8 als Programm abspeichern.

Programm aufrufen

Programm aufrufen, Einstellungen übernehmen und optimieren

Das gespeicherte Programm kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt aus dem AutoSet Plus Programmspeicher ausgewählt und aktiviert werden. Zum Beispiel auf einer neuen Baustelle mit vergleichbaren Einbauanforderungen. Besonders hilfreich: Der automatisch generierte Programmname kann durch einen eigenen Kommentar ergänzt werden. Zum Beispiel „AC16 B-6cm-8m Rudis Binder“. So finden Sie schneller das Programm, das der neuen Einbausituation am besten entspricht. Natürlich ist keine Baustelle wie die andere. Deshalb können Sie jede mit dem Programm gespeicherte Fertiger- und Bohleneinstellung einzeln nachjustieren und den Einbauanforderungen anpassen.

Schritt 1: Ein Programm übernehmen

Bei der Auswahl und Aktivierung eines Programms können Sie die gespeicherten Fertiger- und Bohleneinstellungen unverändert übernehmen, sofern die neue Einbausituation vergleichbar ist.

Schritt 2: Einzelne Einstellungen eines Programms verändern

Wenn die Anforderungen der neuen Baustelle es erfordern, können die gespeicherten Werte, z. B. für Einbaugeschwindigkeit, Tamperdrehzahl, Pressleistendruck, nach Bedarf einzeln nachjustiert und dadurch den Gegebenheiten angepasst werden.

Ergebnis

Maximale Einbauqualität bei deutlich geringerem Einstellaufwand. Mit AutoSet Plus ist das kein Widerspruch mehr! Für den Bediener ein klares Plus hinsichtlich Prozesssicherheit, Zeitersparnis und Bedienkomfort.

Einmal perfekte Einbauqualität – immer perfekte Einbauqualität

Die gespeicherten Fertiger- und Bohlenwerte können bei Bedarf als Voreinstellungen aktiviert werden. Die Voreinstellungen passen in der Regel zu 90–95 % zu der neuen Baustelle.

Eine Feinjustage der restlichen 5–10 %, die sich z. B. aus abweichender Mischguttemperatur ergibt, wird wie gewohnt während des Einbaus vorgenommen. So werden die Werte den tatsächlichen Baustellenanforderungen angepasst.

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