Sprühfertiger – neuester Stand

Sprühfertiger, Standardfertiger, Innovationsführer.

Dünne Asphaltschichten in Heißbauweise auf Versiegelung (DSH-V) ist bereits in vielen Märkten ein etabliertes Verfahren. Denn es stellt eine kostengünstige Asphaltbauweise zur Deckschichtsanierung und -erneuerung dar. Dabei wird teures Deckschichtmaterial gespart, zudem entfällt das kostenintensive Anpassen von Randeinfassungen oder Einbauten. Die Dünnschichtdicken sind von Land zu Land unterschiedlich. In Deutschland wird beispielsweise mit Schichtdicken von 1,5–2 cm gearbeitet. Die VÖGELE SprayJet-Technologie hat in diesem Bereich Maßstäbe gesetzt.

Mit dem SUPER 1800-3i SprayJet präsentiert VÖGELE jetzt die neueste Sprühfertigergeneration. Die faszinierende Maschine setzt mit einer Reihe wegweisender Innovationen die Messlatte erneut nach oben. Darüber hinaus bietet der SUPER 1800-3i SprayJet einen besonderen Mehrwert: Die Maschine kann sowohl als Sprüh- wie auch als normaler Standardfertiger eingesetzt werden.

Die Highlights des neuen SUPER 1800-3i SprayJet.

Der neue SUPER 1800-3i SprayJet besticht mit einer ganzen Reihe eindrucksvoller Innovationen. Vor allem beim SprayJet-Modul, bei der Sprühtechnik und dem Bedienkonzept für Fertiger und Sprüh-Modul. Besonderer Mehrwert: Das Sprüh-Modul kann in relativ kurzer Zeit demontiert und wieder montiert werden. Dadurch kann der SUPER 1800-3i SprayJet flexibel in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen eingesetzt werden: als Sprühfertiger für den Dünnschicht-Einbau und den konventionellen Einbau mit Vorsprühen sowie als Standardfertiger ohne Sprühfunktion für den konventionellen Einbau. Der SUPER 1800-3i SprayJet hat eine maximale Sprühbreite von 6 m. Wird er als Standardfertiger ohne Sprühfunktionalität genutzt, beträgt seine maximale Einbaubreite sogar 9 m.

Die Sprühtechnik

Der VÖGELE SUPER 1800-3i SprayJet ist mit fünf Sprühbalken mit insgesamt 24 hochwertigen Sprühdüsen ausgestattet, die im Abstand von 250 mm mit einem Sprühkegel von 120° einen lückenlosen Emulsionsauftrag gewährleisten. Auch dann, wenn die Sprühbreiten während des Auftrags wechseln.

Der vordere Sprühbalken hat sechs Sprühdüsen und ist direkt hinter dem Abdruckbalken zwischen den Raupenfahrwerken platziert. Rechts und links befindet sich jeweils ein beweglicher Sprühbalken mit je sieben Düsen. Hinter den beiden Raupenlaufwerken ist je ein kurzer Balken mit jeweils zwei Düsen angebracht. Die Sprühmenge lässt sich je nach Emulsion und Düsensatz im Bereich von 0,3–1,6 kg/m2 dosieren. Der Maschinenbediener stellt lediglich vor Sprühbeginn die gewünschte Dosiermenge ein. Es sind unterschiedliche Düsentypen mit unterschiedlichem Durchsatz verfügbar, die für die jeweils erforderlichen Sprühmengen ausgelegt sind: 10er-Düsen für Sprühmengen von 0,3–0,8 kg/m2 und 16er-Düsen für Sprühmengen von 0,8–1,6 kg/m2. Die 10er-Düsen sind Standard, die 16er-Düsen haben einen Durchsatz von etwa 160 % im Vergleich zu den Standarddüsen.

Höchste Präzision durch Impulsbetrieb

Die Düsen des VÖGELE SUPER 1800-3i SprayJet sprühen nicht kontinuierlich, sondern im Impulsbetrieb. Die Impulse werden abhängig von der eingestellten Emulsionsmenge, Einbaubreite und Einbaugeschwindigkeit automatisch gesteuert. So entsteht ein absolut gleichmäßiger, flächendeckender Emulsionsfilm ohne Überlappungen. Ein weiterer Vorteil: Durch den Impulsbetrieb wird Sprühfahnenbildung bzw. werden Vernebelungen fast vollständig reduziert. Denn zum einen wird mit einem sehr geringen Sprühdruck und zum anderen mit größeren Tropfen gearbeitet. Das ist gut für das präzise und saubere Arbeiten entlang von Bordsteinen oder Mauern. Und das ist gut für die Arbeitssicherheit, da die potenzielle Gesundheitsbeeinträchtigung durch Emulsionsdämpfe erheblich reduziert wird.

Das VÖGELE SprayJet-Modul

Optimale Sprühtemperatur durch beheizten Tank

Der isolierte Tank hat eine integrierte elektrische Heizung mit 2 x 7 kW. Diese stellt sicher, dass die Emulsion im Tank kontinuierlich auf idealer Sprühtemperatur gehalten wird. Eine beheizte Emulsionspumpe lässt die Bitumenemulsion im Tank zirkulieren, sodass die Emulsion homogen bleibt. Denn optimale Temperatur und Homogenität der Emulsion sind wichtige Voraussetzungen, um das präzise Aufbringen bei einem sehr geringen Sprühdruck von maximal 3 bar zu ermöglichen. So entstehen praktisch nur geringe Vernebelungen.

Mehr Reichweite dank größerem Tank

Der neue Emulsionstank fasst 2.100 l – 5 % mehr als sein Vorgänger. Das erweitert natürlich auch die Reichweite um satte 5 %. Mehr Flexibilität durch den zusätzlichen Nachfüllstutzen Der neue Emulsionstank verfügt sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite über einen Befüllanschluss. Der Sprühfertiger kann also je nach Baustellensituation bei laufendem Betrieb von beiden Seiten betankt werden. Dadurch ist ein unterbrechungsfreier Heißeinbau sichergestellt.

Integrierte Druckluftanlage

Das Öffnen und Schließen der Sprühdüsen geschieht pneumatisch. Dafür ist in das Tankmodul die komplette Druckluftanlage – Kompressor und Luftkessel – integriert. Dadurch kann das Modul mitsamt Druckluftanlage unkompliziert und schnell demontiert werden. Beispielsweise bei der Umrüstung des SUPER 1800-3i SprayJet für längere Einsätze, bei denen keine Sprühfunktion benötigt wird.

Schnelle und unkomplizierte Wartung

Die hoch robusten, langlebigen Komponenten aus verschleißfesten Werkstoffen erhöhen die Betriebsbereitschaft von Maschine und Sprüh-Modul grundsätzlich. Außerdem erleichtert das einheitliche VÖGELE Servicekonzept die Wartung und spart Arbeitszeit sowie Schulungskosten. Speziell beim SUPER 1800-3i SprayJet sind dank der breiten Motorhaube und der großen Wartungsklappen alle für Service und Wartung relevanten Punkte frei zugänglich. Dabei können alle Wartungsarbeiten mit aufgebautem Modul durchgeführt werden.

Nutzung als Standardfertiger

Der neue SUPER 1800-3i SprayJet kann auch mit aufgebautem Modul als Standardfertiger für Einbaubreiten bis 9 m eingesetzt werden. Es müssen dazu nur die seitlichen Sprühbalken abgebaut werden. Bei längeren Einsätzen ohne Sprühfunktion empfiehlt sich jedoch die Demontage des Moduls. Dadurch wird der Fertiger leichter und kann noch spritsparender genutzt werden. Außerdem können dann Sitz und Bedienkonsole auf beiden Seiten der Bedienplattform positioniert werden.

Die ErgoPlus 3 SprayJet-Modulbedienung

Beim Einsatz von Sprühfertigern ist weit mehr zu beachten als bei einem reinen Mischgut-Einbau. Schließlich wird hier nicht „nur“ Asphalt eingebaut, sondern auch die Haftbrücke, die aus einer Bitumenemulsion besteht. Damit der Bediener sich auf das Wichtigste, sprich auf den Einbau und die Baustelle, konzentrieren kann, ist die Bedienung des neuen Sprühfertigers ganz einfach gelöst. Die gesamte Bedienung des SprayJet-Moduls erfolgt über das Touchscreen-Display des Sprüh-Moduls, dessen Design, Symbole und Funktionsprinzip konsequent aus dem ErgoPlus 3 Bedienkonzept abgeleitet wurden. Es ist in unmittelbarer Reichweite des Fahrers direkt am Modul angebracht und bietet eine Vielzahl an komfortablen und praxisgerechten Automatikfunktionen. Diese vereinfachen das Vorbereiten des Sprüh-Moduls, den Sprühvorgang und die Pflege des Sprüh-Moduls für die Bedienmannschaft: Alle nötigen Einstellungen für das Tanken, Zirkulieren und Heizen der Emulsion können direkt vom Touchscreen aus gesteuert und überwacht werden.

Prozesssicherheit durch automatisierte Abläufe

Beim neuen SUPER 1800-3i SprayJet werden die Kreisläufe für das Sprühen, Reinigen und Zirkulieren automatisch über elektronisch gesteuerte Kugelhähne geschaltet. Dadurch wird die Bedienung der einzelnen Funktionen erheblich vereinfacht. Mögliche Fehleinstellungen wie bei manuell bedienbaren Systemen sind ausgeschlossen. Je nach ausgewählter und aktivierter Funktion erfolgen die Einstellungen der Arbeitsabläufe automatisch. Beispielsweise errechnet die SprayJet-Modulbedienung, abhängig vom eingebauten Düsensatz und von der gewählten Sprühmenge, die maximale Arbeitsgeschwindigkeit und übermittelt diese auf das Display der ErgoPlus 3 Fahrer-Bedienkonsole. So lässt sich ein lückenloser Emulsionsauftrag gewährleisten. Ebenso einfach lässt sich mit der Modulbedienung die Sprühmenge einstellen und die Düsen kalibrieren bzw. einzeln ein- oder abstellen. Der Fahrer kann außerdem auf Knopfdruck die praktischen Automatikfunktionen „Baustellenanfang“ oder „Baustellenende“ nutzen. Damit beginnt bzw. endet der Sprühvorgang über die gesamte Arbeitsbreite genau an der gewünschten Stelle.

Überwachung des vorderen Sprühbalkens

Eine clevere Lösung hat VÖGELE sich auch für den vorderen Sprühbalken ausgedacht: Weil dieser vom Bedienpersonal nicht einsehbar ist, wird dessen Funktion elektronisch überwacht.

Automatisch gründlichere Reinigung

Ein Knopfdruck und die Leitungen und Ventile werden automatisch gereinigt. Durch die Automatik werden Bedienungsfehler vermieden und die gründliche Reinigung, die auch Voraussetzung für Einsatzbereitschaft und Werterhalt des Sprühfertigers ist, wird sichergestellt. Das Reinigungsprogramm ist mit wenigen Einstellungen startbereit. Abhängig vom Grad der Verschmutzung können bis zu drei Reinigungszyklen festgelegt werden. Nach Bedarf können auch nur einzelne Leitungskreisläufe gereinigt werden.

Zusätzlich kann ein Konservierungsmittel beigegeben werden, das ein Verkleben der Leitungen verhindert. Nach dem Start des Reinigungsprozesses zeigt ein Countdown die verbleibende Reinigungsdauer an. Die komfortable und gründliche Reinigung spart zudem Reinigungsflüssigkeit, die in einem separaten Vorratsbehälter mit an Bord ist.

Alles im Griff: das Touchscreen-Display

Menü „Sprühen“

Hier wird der gesamte Sprühprozess überwacht. So kann der Bediener alle Einstellungen und Werte, wie zum Beispiel Sprühdüsenaktivitäten (aktiv/inaktiv/abgestellt) und Sprühdruck, auf einen Blick erfassen.

Menü „Düseneinstellung“

Über dieses Menü wird der eingebaute Düsensatz eingegeben, es können Düsen getestet und die Spritzmenge kann kontrolliert werden.

Menü „Reinigen“

Je nach Verschmutzungsgrad wird die Anzahl der Reinigungszyklen angegeben. Die zu reinigenden Leitungskreisläufe sind separat ansteuerbar. Nach dem Start läuft der Reinigungsprozess vollautomatisch.

Die „Strich 3“-Features

Aller guten Dinge sind drei! Hochmoderne und anwenderfreundliche Technik ist die Grundlage für die innovativen, umweltfreundlichen und sparsamen Asphaltfertiger der VÖGELE „Strich 3“-Generation. Sämtliche „Strich 3“-Features, mit denen auch der neue SUPER 1800-3i SprayJet ausgerüstet wurde, zielen konsequent darauf ab, die Kontrolle über Maschine und Materialeinbau zu verbessern sowie die Umweltfreundlichkeit des Fertigers zu erhöhen.

So wurde das baustellenbewährte Bediensystem ErgoPlus um praktische Features zu ErgoPlus 3 erweitert. Beispielsweise um ein neues Farbdisplay mit kontrastreicher Oberfläche, die bei allen Lichtverhältnissen eine super Sicht ermöglicht. Das innovative VÖGELE EcoPlus Emissionsreduktionspaket sorgt mit einer Reihe von Maßnahmen für leiseren Betrieb und weniger Kraftstoffverbrauch. Der PaveDock Assistant gewährleistet eine zügige und sichere Übergabe des Mischgutes vom LKW an den Fertiger. Dabei wird die Kommunikation zwischen Fertigerfahrer und LKW-Fahrer über gut sichtbare Signalampeln am Fertigerdach erleichtert. Das neue AutoSet Plus verfügt über zwei praktische Automatikfunktionen: Die Umsetz- und Transport-Funktion erleichtert den Wechsel von einem Baustellenabschnitt zum nächsten. Auf Knopfdruck wird der Fertiger automatisch in den Transportmodus gebracht und die aktuellen Einstellungen werden gespeichert. Mit der zweiten Funktion Einbauprogramme können baustellenspezifische Fertiger- und Bohleneinstellungen individuell abgespeichert und bei Bedarf, zum Beispiel bei Baustellen mit vergleichbaren Bedingungen, wieder aufgerufen werden. Ein Meilenstein in puncto Ergonomie ist auch die neue Bohlen-Bedienkonsole mit dem griffigen SmartWheel.

Dieses erlaubt während des Einbaus eine absolut präzise Anpassung der Einbaubreite in zwei Geschwindigkeiten.

Ausziehbohlen für perfekte Einbauqualität

Für den SUPER 1800-3i SprayJet stehen die Ausziehbohlen AB 500 und AB 600 zur Verfügung. Mit beiden lassen sich Sprühbreiten von bis zu 6 m erzielen. Die AB 600 besitzt eine Grundbreite von 3 m und kann hydraulisch bis auf 6 m ausgefahren werden. Die maximale Einbaubreite der AB 500 kann für 6-m-Einsätze zusätzlich mit 75 cm breiten Verbreiterungen vergrößert werden. Die maximale Breite der Bohle wird elektronisch auf 6 m begrenzt. Beim Einsatz als Standardfertiger ohne Sprühfunktionalität mit der AB 600 beträgt die maximale Einbaubreite 9 m.

Beide Bohlen sind erhältlich in der Version TV (Tamper und Vibration) sowie in der Hochverdichtungsversion TP1 (Tamper und eine Pressleiste). Wie alle VÖGELE Bohlen sind auch die beiden Ausziehbohlen AB 500 und AB 600 mit einer hocheffektiven elektrischen Bohlenheizung ausgestattet. Die Heizung von Bohle und Emulsionstank ist voneinander getrennt geregelt, sodass das Aufheizen der Emulsion erfolgen kann, ohne dass die Bohlenheizung in Betrieb genommen werden muss.

EN DE