NAVITRONIC Plus® ganz einfach in 10 Schritten installieren

Montage des 3D-Steuerungssystems von VÖGELE

Auch ein modernes 3D-Steuerungssystem kann ganz einfach zu bedienen sein. Das beweist VÖGELE mit NAVITRONIC Plus®. Genauso einfach wie die Bedienung ist auch die Montage. Hier sehen Sie in 10 Schritten, wie das System am Fertiger installiert und für den Einbau vorbereitet wird.

Übersicht über die anzubauenden Komponenten von NAVITRONIC Plus®:

  • Masthaltekonsolen
  • Breitenmess-Sensoren
  • Magnethalter
  • Bohlen-Bedienstand
  • Neigungssensor
  • Verbindungskabel

Die mit diesem Symbol gekennzeichneten Schritte sind immer vor Arbeitsbeginn auszuführen, alle weiteren lediglich bei der erstmaligen Installation von NAVITRONIC Plus®.

1. Montage der Masthaltekonsole

Die Konsole dient als Halterung für den Mast und den darauf montierten Empfänger. Dieser kann je nach System ein GPS - und Laserempfänger sein oder auch ein Prisma. Es ist darauf zu achten, dass die Konsole über der Verteilerschnecke platziert und parallel zum Anschlussflansch der Bohle ausgerichtet wird. Bei manchen Systemen ist es möglich, mit zwei Empfängern zu arbeiten. In diesem Fall müssen zwei Masten montiert werden (rechts und links).

2. Anbau der Sensoren

Die Halteklammern für die Breitenmess-Sensoren werden mit den mitgelieferten Schrauben an den dafür vorgesehenen Stellen montiert. Wichtig: Die Sensoren sollen für die Grundeinrichtung leichtgängig verschiebbar sein.

Einige Positionsbestimmungssysteme benötigen Informationen über den Neigungswinkel des Mastes. Dafür muss der mitgelieferte Neigungssensor an der Mastkonsole angebracht werden.

Anschließend wird der Mast mit einem 3D-Empfänger oder Prisma bestückt und in der Masthaltekonsole befestigt. Es ist auf festen Sitz zu achten, damit sich der Mast und somit der 3D-Empfänger während des Einbaus nicht aus seiner Position verschieben kann.

3. Kabelverbindungen herstellen

Bevor die Zündung des Fertigers eingeschaltet wird, sollten alle Kabelverbindungen hergestellt sein. Dies betrifft die Verbindung vom Breitenmess-Sensor zum Bohlen-Bedienstand sowie vom Sensor für die Mastneigung zum Bohlen-Bedienstand.

4. Einmessen der Mastposition (3D-Empfänger)

Um ein digitales Maschinenmodell erstellen zu können, muss die exakte Position des 3D-Empfängers im Verhältnis zur Bohle ermittelt werden.

5. Arbeitsfenster festlegen

Je nach Arbeitsbreite wird nun ein sogenanntes Arbeitsfenster festgelegt. Dieses errechnet sich aus der Arbeitsbreite ±40 cm (±20 cm je Bohlenseite). Hierzu ein Beispiel: Für eine gewünschte Arbeitsbreite von 5,80 m wird ein Wert von »MAX 6,20 m« und »MIN 5,40 m« gewählt. Dieses Arbeitsfenster ist notwendig, um eventuelle Positionsabweichungen der Maschine durch Ein- und Ausfahren der Bohlenausziehteile auszugleichen.

Das abgebildete Beispiel zeigt die Ausziehbohle AB 500-2, an die ein Satz 75-cm-Verbreiterungsteile montiert wurde. Daraus ergibt sich ein theoretischer Arbeitsbereich von 4,0 bis 6,5 m.

6. Breitenmess-Sensoren einrichten

Die Einbaubohle wird nun auf die gewünschte Arbeitsbreite von 5,80 m ausgefahren. Anschließend werden die Breitenmess-Sensoren durch Verschieben in den Halteklammern positioniert.

Die Sensoren sollen so positioniert werden, dass beim Ein- und Ausfahren der Bohle der Messbereich der Sensoren nicht verlassen wird. Der Messbereich ist durch zwei Markierungen auf dem Sensor gekennzeichnet. Die Sensoren dürfen sich nicht berühren, wenn die Bohle eingefahren ist. Anschließend werden die Sensoren befestigt, sodass sie nicht mehr verschoben werden können.

Jetzt wird der Magnethalter oberhalb der Breitenmess-Sensoren angebracht. Der Abstand zwischen Magnet und Sensor sollte ca. 2 mm betragen und 4 mm nicht überschreiten.

7. Bohlenbreitensteuerung kalibrieren

Nachdem die Sensorik an ihrem vorgesehenen Platz montiert worden ist und alle Kabelverbindungen hergestellt worden sind, wird die Bohle kalibriert. Eine Kalibrierung ist immer dann durchzuführen, wenn der Bohlenaufbau oder die Sensorposition verändert wurden.

Die Kalibrierung erfolgt einfach und bequem über die ErgoPlus® Bohlenbedienkonsole. Hier wird das NAVITRONIC Plus® Kalibrierungsmenü aufgerufen. Nun ist das Arbeitsfenster einzustellen, das sich aus der gewünschten Arbeitsbreite ±40 cm errechnet (±20 cm je Bohlenseite). In unserem Beispiel sind das »MAX 6,20 m« und »MIN 5,40 m«. Das Arbeitsfenster begrenzt den Arbeitsbereich der Bohlenbreitensteuerung.

8. Maschine in Startposition bringen

Um die Maschine in Startposition zu bringen, muss das externe 3D-System eingerichtet und mit der NAVITRONIC Plus® verbunden sein. Nur so ist es möglich, die aktuelle Position zu ermitteln und die Sollposition zu berechnen.

Nun ist noch im Display der ErgoPlus® Fahrer-Bedienkonsole der Lenksensor »3D« für die Lenkautomatik auszuwählen.

Jetzt kann der Fertigerfahrer auf dem Monitor seines ErgoPlus® Bedienstands die aktuelle Maschinenposition im Projekt erkennen und seinen Fertiger zum Startplatz manövrieren.

Der Fertiger sollte einigermaßen auf der Lenkachse stehen (±5 bis 10 cm). In unserem Beispiel steht der Fertiger 10 cm rechts der Lenkachse. Die Anzeige eines positiven Werts bedeutet, dass der Fertiger rechts der Lenkachse steht. Wird ein negativer Wert angezeigt, steht der Fertiger links der Lenkachse.

9. Bohle in Höhe und Breite einrichten

Jetzt wird die Bohle abgesenkt und der Zugpunkt der Bohlenholme in der Höhe voreingestellt. Daraus ergibt sich der Bohlen-Anstellwinkel. Um mit digitalen Daten arbeiten zu können, muss als Höhensensor für die Nivellierung der Sensor »3D« ausgewählt werden (über die Tasten F2 und F4 der ErgoPlus® Bohlen-Bedienkonsole).

Das externe Positionsbestimmungssystem ermittelt eine Höhendifferenz und sendet diese an die NIVELTRONIC Plus®. Die Abweichung wird als Regeldifferenz angezeigt. Unter Umständen muss die Bohle durch Unterleghölzer in der Höhe korrigiert werden, bis die Abweichungen nur noch im niedrigen Millimeterbereich liegen.

10. Das war’s. Mischgut, bitte!

Nachdem alle Achsen – also X, Y und Z – eingerichtet sind, kann der Einbau beginnen.

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